Kirchen-Netzwerk für Nachhaltigkeit wird in Wittenberg koordiniert

Kirchen-Netzwerk für Nachhaltigkeit wird in Wittenberg koordiniert
Das 2013 entstandene bundesweite kirchliche Netzwerk für den ökumenischen Prozess "Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten" wird ab sofort von Lutherstadt Wittenberg aus koordiniert. Die Leitung dieser Aufgabe habe die Politikwissenschaftlerin Constanze H. Latussek übernommen, teilte die Evangelische Landeskirche Anhalts am Donnerstag in Dessau-Roßlau mit. Die neu geschaffene Stelle an der Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt werde von ihr und dem katholischen Bischöflichen Hilfswerk Misereor finanziert, sagte ein Sprecher der Landeskirche.

Für Akademiedirektor Friedrich Kramer, der am 7. September in sein neues Amt als Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) eingeführt wird, ist die Wahl für Wittenberg als Ursprungsort der Reformation ein Zeichen der Hoffnung: "Um die Erde bewohnbar zu halten, brauchen wir einen grundlegenden Wandel", sagte er. Georg Stoll, der bei Misereor für Globale Zukunftsfragen zuständig ist, sagte, die Kehrseiten der Wohlstands- und Fortschrittsgeschichten der sogenannten entwickelten Länder seien inzwischen für alle sichtbar. Deshalb sei die Arbeit dieses kirchlichen Netzwerks für Nachhaltigkeit so wichtig. 

Der bundesweite Ökumenische Prozess "Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten" wird von aktuell 25 kirchlichen Trägern wie Landeskirchen, dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor, Brot für die Welt, Bistümern, Akademien, Diensten, Vereinen, Instituten und Stiftungen getragen. Aktuelle Sprecher des Prozesses sind Christoph Fuhrbach (Bistum Speyer) und Christine Gühne (Brot für die Welt). 

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