Bischof Hein: Neonazi-Aufmarsch am 20. Juli verhöhnt Widerstandskämpfer

Bischof Martin Hein

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Bischof Martin Hein ist erschüttert, dass "Die Rechte" für den 75. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler eine Demonstration in Kassel angemeldet hat.

Bischof Hein: Neonazi-Aufmarsch am 20. Juli verhöhnt Widerstandskämpfer
Am 20. Juli, dem 75. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler, wollen Neonazis in Kassel aufmarschieren.

Er sei erschüttert, dass die Partei "Die Rechte" für diesen Tag eine Demonstration angemeldet habe, sagte der kurhessische Bischof Martin Hein am Donnerstag. Dies empfinde er als eine Verhöhnung der Widerstandskämpfer und ihrer Familien.

Der Bischof wies darauf hin, dass die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck die Friedensarbeit der Kommunität und Gedenkstätte in Imshausen, die an den Widerstandskämpfer Adam von Trott erinnere, ausdrücklich unterstütze: "Die Gedenkstätte setzt mit ihren Angeboten ein lebendiges Zeichen für Versöhnung und Demokratie in unserer Region." Das sei in diesen Zeiten dringlicher denn je.

Hein forderte ausdrücklich: "Wir dürfen demokratiefeindlichen Kräften in unserem Land, in unserer Region und in unserer Stadt nicht widerstandslos das Feld überlassen. Das lehrt uns die Geschichte und dies ganz besonders am 20. Juli. Deshalb gilt meine Unterstützung allen, die rechtsextremen Tendenzen im friedlichen Protest entgegentreten."

Die Stadt Kassel hatte die Anmeldung der Versammlung durch die Partei "Die Rechte" am Montag bestätigt. Sie arbeite intensiv an einer Verbotsverfügung, sagte ein Sprecher.

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