Die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main fordert ein Einschreiten gegen Holocaust-relativierende Inhalte auf Social-Media-Plattformen.
Historisch gesicherte Fakten zum Nationalsozialismus würden im Netz durch eine Flut an geschichtsverfälschenden KI-Fakes und eine Masse an Propaganda-Inhalten überlagert, sagte die Co-Autorin des Digitalreports "Der Holocaust als Meme", Eva Berendsen, am Mittwoch.
Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar müsse die Politik die großen Tech-Konzerne in die Pflicht nehmen, ihre Plattformen von verfälschenden Inhalten zum Holocaust zu befreien.
Auf TikTok, Instagram und anderen Plattformen stießen immer jüngere Nutzerinnen und Nutzer auf etwa rechtsextreme Influencer, erklärte Berendsen.
Rechtsextreme Memes, die Nazi-Größen verherrlichten, würden millionenfach geteilt, Holocaustleugnung werde in Emojis oder bestimmten Zahlenkombinationen verschlüsselt und fluteten die Plattformen. Neben der Regulierung der Social-Media-Plattformen müsse der Schulunterricht Jugendliche befähigen, problematische Inhalte zu erkennen, forderte Berendsen.


