Friedensverband fordert klare Absage an Atomwaffen von Kirche

Friedensverband fordert klare Absage an Atomwaffen von Kirche
Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) fordert von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine deutlichere Positionierung zur Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen. Der Friedensverband erwarte einen entsprechenden Beschluss von der EKD-Synode im Herbst, erklärte AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister am Sonntag bei einer Protestaktion in Büchel in der Eifel.

Er verwies auf einen Beschluss des Ökumenischen Rates der Kirchen von 2013 mit der Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt und Äußerungen von Papst Franziskus, wonach der Besitz von Atomwaffen ethisch nicht vertretbar sei. "Es ist daher an der Zeit, dass auch von der EKD hier ein klares Wort gesprochen wird."

Es sei unbefriedigend, dass es in der EKD mit der Friedensdenkschrift von 2007 friedensethisch eine klare Haltung gebe, die sich aber bisher nicht in einer eindeutigen politischen Position niederschlage, kritisierte Gildemeister. Mehrere evangelische Landeskirchen hätten sich dagegen inzwischen eindeutig für eine Ächtung von Atomwaffen und den Abzug von Nuklearwaffen aus Deutschland ausgesprochen.

Die Protestaktion am Sonntag war Teil einer im März gestarteten 20 Wochen dauernden Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt". Friedensgruppen fordern einen Abzug der geschätzten 20 US-Atomwaffen, die auf dem Fliegerhorst in Büchel lagern sollen. Am 7. Juli ist ein Aktionstag von Christinnen und Christen in Büchel geplant.

Die AGDF mit Sitz in Bonn ist ein Zusammenschluss von 31 Organisationen und Institutionen, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Programmen im In- und Ausland Friedensarbeit leisten.

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