Friedenskundgebung zu Christchurch in Hamburg

Friedenskundgebung zu Christchurch in Hamburg
Zu einer Friedenskundgebung anlässlich der Anschläge auf zwei Moscheen mit 50 Toten in der neuseeländischen Stadt Christchurch haben sich am Samstag in Hamburg mehr als 1.000 Menschen versammelt. Als "Zeichen der Solidarität" nahm auch Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs an der Kundgebung auf dem Rathausmarkt teil. "Viel zu oft werden gläubige Menschen zur Zielscheibe von Mördern", sagte sie.

Die Bischöfin rief zu einem beherzten Einsatz gegen Hass-Ideologien jeder Art auf. Hass und Menschenverachtung kleideten sich in beliebige Ideologien, egal, ob man sie rechtsextremistisch oder islamistisch nenne. "Wer einen wehrlosen Menschen hinterrücks tötet, ist ein Mörder", sagte Fehrs. Wer sich dabei auf religiöse Werte berufe, erliege in Wirklichkeit "teuflischen Wahnvorstellungen".

Fehrs erinnerte an den Überfall auf eine Synagoge in Pittsburgh vor fünf Monaten, wo ein Mörder elf Menschen tötete. Vor zwei Monaten hätten Mörder eine Kirche auf den Philippinen überfallen und 23 Gläubige umgebracht. "Wir müssen dagegen zusammenstehen und falsche Ideologien austrocknen und entblößen", sagte die Bischöfin. Sie sei überzeugt, "dass die Menschen guten Willens in der Überzahl sind". Veranstalter der Kundgebung war der Rat der Islamischen Gemeinschaften (Schura) in Hamburg.

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