Ökumenische Friedensdekade wählt Motiv

Graffiti von zwei Friedenstauben auf einer Mauer neben Gitterstäben einer Fensters.
Olaf Warburg
Das Siegermotiv von Olaf Warburg: Zwei Friedenstauben durchbrechen Gitterstäbe.
Plakat für das Aktionsjahr steht
Ökumenische Friedensdekade wählt Motiv
Die Ökumenische Friedensdekade hat das visuelle Gesicht für ihr Aktionsjahr 2026 gewählt. Durchgesetzt hat sich ein Entwurf des Dortmunder Grafikers Olaf Warburg.

Zwei Friedenstauben durchbrechen die Gitterstäbe eines Fensters: Der Entwurf des Dortmunder Grafikers Olaf Warburg ist das Plakatmotiv für das Aktionsjahr 2026 der Ökumenischen FriedensDekade. Warburg habe das Jahresmotto "couragiert widerständig" in besonderer Weise umgesetzt, teilte die Evangelische Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit. Das Motiv wird demnach die zentrale Erkennungsmarke für den Aktionszeitraum vom 8. bis 18. November dieses Jahres sein.

Ab März soll es als Plakat sowie auf Bildungs- und Aktionsmaterialien verwendet werden. Die Friedensdekade findet jeweils in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt.

Die Idee stammt aus den Niederlanden und wurde 1980 in Deutschland übernommen. Träger sind die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK).

Das Jahresmotto "couragiert widerständig" der FriedensDekade 2026

Parallel zur Motivvorstellung veröffentlichte Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen Friedensdekade und AGFD-Geschäftsführer, den inhaltlichen Leitimpuls für dieses Jahr. Darin warnt er vor einer schleichenden Militarisierung der Gesellschaft: "Widerständig zu sein bedeutet heute, die Perspektive von Gerechtigkeit und Frieden nicht aus den Augen zu verlieren - gerade gegen die Logik einer ungebremsten Aufrüstung", betonte er.