"Aktion Tagwerk" ruft Schüler zur Hilfe für Afrika auf

Verein "Aktion Tagwerk"

© epd-bild/Christian Ditsch

Unter dem Motto "Bildung ernährt Menschen" setzt sich der Verein "Aktion Tagwerk" für eine ausgewogene Ernährung in Afrika ein. Nora Weisbrod, Mitbegründerin und Geschäftsführende Vorsitzende von Aktion Tagwerk, die Schirmherrin der Aktion "Dein Tag für Afrika", die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), und Josephine Render, Mitarbeiterin im Freiwilligen Sozialen Jahr bei Aktion Tagwerk (v.l.n.r.).

"Aktion Tagwerk" ruft Schüler zur Hilfe für Afrika auf
Unter dem Motto "Bildung ernährt Menschen" ruft der Verein "Aktion Tagwerk" Schüler zur Teilnahme an der bundesweiten Kampagne "Dein Tag für Afrika" auf.
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Engagierte Schüler könnten am 18. Juni dafür eintreten, dass sich die Lebenssituation junger Menschen in Afrika verbessere, sagte die Schirmherrin des Aktionstags, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), am Freitag in Berlin. An dem Aktionstag können wieder Hunderttausende Schüler statt die Schulbank zu drücken, einen Tag lang jobben. Der verdiente Lohn fließt in Bildungsprojekte in sieben afrikanischen Ländern.

"Eine ausgewogene und ausreichende Ernährung ist ein Menschenrecht" sagte Nora Weisbrod, Geschäftsführende Vorsitzende von "Aktion Tagwerk". Trotzdem litten Millionen Menschen an Unter- und Mangelernährung. Ursachen seien unter anderem Armut, Kriege, Konflikte und der fortschreitende Klimawandel. Bildung spiele bei der Bekämpfung des Hungers eine wichtige Rolle: Die Menschen könnten zum Beispiel neue Wege lernen, ihre Felder zu bestellen.

Zudem werde in den Projekten über eine ausgewogenere Ernährung informiert. Ziel sei, dass Kinder so seltener erkranken, ihr Immunsystem gestärkt wird und sie die Schule regelmäßiger besuchen können. Mit einem Schulabschluss seien diese Kinder als Erwachsene wiederum in der Lage, sich selbst zu versorgen. Die durch den Aktionstag unterstützten Projekte setzen immer auf Hilfe durch Selbsthilfe, betonte Weisbrod.

Der Erlös kommt den Angaben zufolge Bildungsprojekten in Burundi, Ruanda, der Elfenbeinküste, Burkina Faso, Uganda, Äthiopien und Guinea zugute. Zudem geht ein Teil der Spenden an ein Projekt für unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Deutschland. Für den Aktionstag kooperiert "Aktion Tagwerk" mit den Hilfsorganisationen "Human Help Network" und "Brot für die Welt". Im vergangenen Jahr hatten sich bundesweit rund 190.000 Schüler am "Tag für Afrika" beteiligt. Dabei kamen insgesamt 1,4 Millionen Euro zusammen. Die Kampagne fand erstmals 2002 in Rheinland-Pfalz statt und läuft seit 2007 auch bundesweit.

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