Diakonie zeigt in Sachsen Kunst gegen Rassismus

Diakonie zeigt in Sachsen Kunst gegen Rassismus
Eine Ausstellung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist ab dem 12. März in Chemnitz zu sehen. Unter dem Titel "Kunst trotz(t) Ausgrenzung" präsentiert sie Beiträge von mehr als 50 Künstlerinnen und Künstlern.

Die von der Diakonie Deutschland konzipierte Wanderausstellung werde erstmals in Ostdeutschland gezeigt, sagte eine Sprecherin der Diakonie Sachsen. Die Bilder, Skulpturen und Installationen würden die Themen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit aufnehmen, hieß es. Die rund 200 Exponate beschäftigten sich auch mit der angeblichen Ungleichheit von Menschen. Die Ausstellung und ihr Rahmenprogramm richte sich gegen aktuelle antidemokratische Entwicklungen in Deutschland und Europa.

Die Ausstellung erzähle "viele menschliche Geschichten, von Flucht, von Krieg, von Behinderung, von Stigmatisierung, von Armut", sagte Sachsens Diakoniedirektor Dietrich Bauer. Letztlich gehe es "immer darum, wie es gelingen kann, im Menschen den Mitmenschen, den von Gott geliebten Nächsten zu sehen". Das sei das Besondere dieser Ausstellung. "In einer Zeit, in der Abwertungen und Stigmatisierungen und Ideologien von angeblicher Ungleichwertigkeit wieder deutlich geäußert werden, ist das eine dringend nötige Zeitansage", betonte Bauer. Die Ausstellung ist Teil des Bundesprogramms "Demokratie leben!", war im Februar 2018 in Kassel gestartet und im Herbst in Braunschweig zu sehen. Nach Chemnitz wird sie in Stuttgart Station machen.

Als ein zweiter Teil der Ausstellung sind in den Kunstsammlungen Chemnitz Druckgrafiken aus der Serie "Flagge zeigen" der Edition Staeck zu sehen. Die Schirmherrschaft haben Sachsens Integrations- und Gleichstellungsministerin Petra Köpping und die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (beide SPD) übernommen.

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