Dresdener Frauenkirche: Britischer Spendensammler gestorben

Dresdener Frauenkirche: Britischer Spendensammler gestorben
Der Gründer der britischen Fördervereinigung Dresden Trust, Alan Russell, ist tot. Er sei nach langer Krankheit am 6. Februar im Alter von 86 Jahren in der englischen Kleinstadt Chichester gestorben, teilte die Stiftung Frauenkirche Dresden mit.

Russell war als Ehrenkurator und Ehrenmitglied der Stiftung und der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche der Stadt eng verbunden. Dresden Trust hat sich um den Wiederaufbau der Frauenkirche und die deutsch-britischen Beziehungen verdient gemacht. Die Vereinigung wurde 1993 von Russell gegründet. Für den Wiederaufbau der Frauenkirche warb die Vereinigung in Großbritannien und weltweit mehr als eine Million Euro ein. Bis 2013 stand Alan Russell dem Dresden Trust als Präsident vor und war seitdem dessen Ehrenpräsident. Er hatte für den Trust den Herzog von Kent als royalen Schirmherren gewonnen.

"Alan Russell war ein herausragender Versöhner und Brückenbauer", erklärte Sachsens evangelischer Landesbischof und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Frauenkirche, Carsten Rentzing. "Sein fester Ruf nach einem respektvollen Miteinander, nach Versöhnung der Völker und nach dauerhaftem Frieden begleitet uns weiter - als Mahnung, als Ermutigung und als Verpflichtung", betonte er.

Russell hatte im Zweiten Weltkrieg die deutschen Angriffe auf seine Geburtsstadt London miterlebt. Aus Erschütterung über die verheerende Wirkung von Luftangriffen, auch auf Städte wie Coventry und Dresden, warb er zeitlebens für Versöhnung. Der Ehrenvorsitzender der Fördergesellschaft, Ludwig Güttler, würdigte Russell als überzeugten Europäer.

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