Spende sorgt in Potsdam für Kritik

Die einstige preussische Militärkirche wurde 1945 bei einem alliierten Luftangriff zerstört und 1968 in der DDR abgerissenen.

© epd-bild/Rolf Zoellner

Baustelle der Potsdamer Garnisonskirche mit einer provisorischen Kapelle im Jahr 2016

Spende sorgt in Potsdam für Kritik
In Brandenburg sorgt eine Spende der landeseigenen Investitionsbank (ILB) für die Potsdamer Garnisonkirche für Kritik.
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Dass der Vorstand der ILB der Garnisonkirchenstiftung 2017 eine Spende in Höhe von 5.000 Euro ausgereicht habe, halte er in Anbetracht der öffentlichen Diskussion über das Bauvorhaben "für unangemessen", sagte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (Mittwoch).

Görke, der dem Verwaltungsrat der ILB angehört, sei von der Spende unangenehm überrascht, hieß es. Spenden seien jedoch "ausschließliche Angelegenheit des Vorstandes", sagte Görke. Auch die Grünen im Landtag kritisierten die Spende für die Garnisonkirche aus Mitteln des landeseigenen Unternehmens.



In Potsdam wird seit einem Jahr am neuen Garnisonkirchturm gearbeitet. Die Kirche wurde 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1968 in der DDR abgerissen. Das Bauprojekt steht vor allem wegen der Geschichte der evangelischen Barockkirche als Militärkirche und wegen ihrer Nutzung durch die Nazis am "Tag von Potsdam" 1933 in der Kritik. Befürworter argumentieren vor allem mit der Bedeutung des Bauwerks für das Stadtbild und sehen das Projekt auch als Wiedergutmachung für den Abriss der Ruine in der DDR.

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