Erzbistum München unterstützt Seenotretter

Erzbistum München unterstützt Seenotretter
Das Erzbistum München und Freising unterstützt die Seenotretter des Schiffes "Lifeline" mit einer Spende von 50.000 Euro.

Das bestätigten eine Sprecherin des Erzbistums und ein Sprecher der Nichtregierungsorganisation "Mission Lifeline" am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Verein sammelt derzeit Spenden, um mit einem neuen Schiff entlang der libyschen Küste Menschen aus Seenot zu retten.

"Ich bedanke mich für die überaus großzügige Unterstützung durch das Erzbistum München-Freising für die nächste Mission!", schrieb "Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch beim Kurznachrichtendienst Twitter: "Vielen Dank Herr Kardinal Marx!" Darüber hinaus gebe es aktuell "weitere Zuwendungen vor allem von evangelischen Gemeinden durch Kollekten", erklärte "Mission Lifeline"-Sprecher Axel Steier in Dresden.

Mehr zu Seenot
Seenotrettung durch Rettungsschiff
Die evangelische Kirche hat in den vergangenen sechs Jahren viele Debatten geführt - über Migration, das Reformationsjubiläum, Missbrauch, Digitalisierung und die finanziellen Weichenstellungen für die Zukunft. Vieles davon bleibt wichtig.
Das Rettungsschiff "Sea-Watch 4" vor dem Hafen von Palermo
Jedes Schiff braucht einen Hafen und jeder Mensch sicheren und festen Boden unter den Füßen. Der ZDF-Fernsehgottesdienst mit EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford Strohm und Pastorin Sandra Bils wurde deshalb in Palermo übertragen.

Laut Spendenbarometer auf der Internetseite der Nichtregierungsorganisation gingen bis Dienstagmittag rund 415.300 Euro ein. Das sind 87 Prozent der für ein Ersatzschiff benötigten Summe von 475.000 Euro. Das ursprüngliche "Lifeline"-Schiff ist aktuell beschlagnahmt und wird in diesem Jahr nicht mehr zu einem Rettungseinsatz aufbrechen.