Bischof kritisiert Werbekampagne der Bundeswehr

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Bischof kritisiert Werbekampagne der Bundeswehr
Hannovers evangelischer Landesbischof Ralf Meister kritisiert die aktuelle Werbekampagne der Bundeswehr. "Mit Slogans wie, 'Folge deiner Berufung' habe ich als Pfarrer große Probleme", sagte Meister der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch).
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Das Berufen-Sein gehöre bei Pfarrern zur geistlichen Identität. Für das Militär wiederum gelte: "Frieden herstellen und wahren, das ist der Auftrag der Bundeswehr, wenn sie im Ausland aktiv wird." Wenn die Bundeswehr für sich werbe, "dann nur mit diesem Auftrag und auf keinen Fall mit Assoziationen zu Kampfszenen aus Computerspielen", forderte der Theologe, der die größte deutsche Landeskirche leitet.



Meister wünschte sich, dass Christen sich berufen fühlten, Kreisläufe von Gewalt zu durchbrechen. In den Werbesprüchen auf ihren Plakaten nennt die Bundeswehr Fertigkeiten wie "Kämpfen" und "Führen" als Berufung und zeigt dazu eine Gruppe Soldaten mit Waffen im Anschlag oder das Gesicht einer blonden Marine-Soldatin. Auf den ersten Blick wirken die Motive wie Werbebilder eines Videospiels. Bei der Computerspielemesse Gamescom hatte die Bundeswehr unter anderem mit dem Slogan "Mehr Open World geht nicht" unter Bezug auf ein bekanntes Videospiel-Genre geworben.

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