Landeskirche startet Festwochenende zur Kirchenunion

Landeskirche startet Festwochenende zur Kirchenunion
Mit viel Musik und bunten Aktionen auf einer "Unionsmeile" in der Kaiserslauterer Innenstadt hat die evangelische pfälzische Landeskirche am Freitag ihr Festwochenende zum 200-Jahr-Jubiläum der Pfälzer Kirchenunion gestartet. Die Vereinigung von Lutheranern und Reformierten im August 1818 zu einer gemeinsamen protestantischen Kirche sei seine Basisbewegung des Kirchenvolks gewesen, sagte der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad auf dem Stiftsplatz.

Auf dem Weg zur innerprotestantischen Einheit seien die Pfälzer Protestanten Vorreiter gewesen. Die reformatorischen Kirchen in Europa hätten dies erst 1973 mit der Leuenberger Konkordie erreicht. Mehrere hundert Menschen besuchten den ersten Tag des "Kirchenvolksfests", das bis einschließlich Sonntag dauert. Das Fest unter dem Motto "Mutig voran" bietet am Samstag von 11 bis 22 Uhr unter anderem Gottesdienste, Gespräche, Konzerte, Theater- und Kunstaktionen, Ausstellungen, Abendsegen, ein Weindorf sowie eine Kletterkirche für die Jugend. Gefeiert wird an historischen Schauplätzen der Kirchenunion in der Stadt.

Am Sonntag findet um 10 Uhr ein Abschlussgottesdienst mit Abendmahl in der Stiftskirche mit Kirchenpräsident Schad statt. Danach gibt es ab 13.15 Uhr einen Festakt mit dem früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck im Großen Haus des Pfalztheaters. Das Kirchenfest gestalteten am Eröffnungstag zahlreiche Musikgruppen aus den Genres Pop, Jazz, Gospel, Liedermacher und Klassik. Auf 40 "Kirchenbänken" in der Innenstadt konnten Besucher mit Vertretern kirchlicher Einrichtungen über deren Arbeit plaudern. In einem Grußwort würdigte die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) den "Geist eines solidarischen und gemeinsamen Handelns".



Mit dem Jubiläumsfest erinnert die Evangelische Kirche der Pfalz an die Kirchenunion von 1818 und an die ökumenischen und demokratischen Impulse, die von ihr ausgegangen sind. In der westpfälzischen Stadt hatte eine erste Generalsynode die Vereinigung der reformierten und lutherischen Gemeinden zu einer Protestantisch-Evangelisch-Christlichen Kirche in der Pfalz beschlossen. Dieses Datum gilt als "Geburtsstunde" der Landeskirche.

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