Kindernothilfe prangert fehlende medizinische Versorgung an

Schutzimpfung

Foto: epd-bild / Stefan Trappe

Ein Baby erhält eine Schutzimpfung in der von World Vision betreuten Gesundheitsstation in Kapua in Kenia.

Kindernothilfe prangert fehlende medizinische Versorgung an
Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung hat nach Angaben der Kindernothilfe keinen umfassenden Zugang zu essenziellen Gesundheitsdienstleistungen.

Häufig litten vor allem Kinder in armen Ländern unter einem Mangel an medizinischer Versorgung, teilte das Hilfswerk am Donnerstag in Duisburg zum Weltgesundheitstag am Samstag mit. Wer eine Behandlung oder Medikamente benötige, gerate zudem oft in finanzielle Not.

Die Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe, Katrin Weidemann, verwies darauf, dass medizinische Hilfe und Betreuung "ein verbrieftes Kinderrecht" seien. Viele Krankheiten könnten durch sauberes Trinkwasser, Toilettenanlagen oder Impfungen vermieden werden. "Und manchmal ist es schon ein enormer Schritt, wenn Familien zumindest mit Blick auf Hygiene und Ernährung unterstützt werden", sagte Weidemann. "Hier bleiben die reichen Länder in der Pflicht." Es könne nicht sein, dass Kinder an vermeidbaren Krankheiten leiden oder sogar sterben, weil es an Geld fehle.

Betroffen sei vor allem die Bevölkerung in ärmeren Länder etwa in Lateinamerika, erklärte die Kindernothilfe. So sei etwa im peruanischen Andenort Huancavelica fast jedes zweite Kind unter fünf Jahren chronisch unterernährt. Die Menschen lebten in ärmsten Verhältnissen, Eisenmangel und Anämie seien bei Kleinkindern weit verbreitet. Die Kindernothilfe fördert nach eigenen Angaben die Ausbildung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen, die Mütter und Schwangere begleiten und in Fragen der Gesundheit, Ernährung und Hygiene schulen. Dadurch werde die Zahl der Fehl- und Frühgeburten sowie Behinderungen deutlich reduziert, hieß es.

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