EKD-Ratsvorsitzender kritisiert negative Stimmung in Deutschland

Miesepeter

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Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sieht Deutschland als ein "reich gesegnetes Land", das zu sehr dem Negativen verhaftet ist.

"Dass hier so häufig eine Stimmung entsteht, als ob wir kurz vor dem Abnippeln sind, das ist wirklich ein Problem", sagte der leitende Theologe am Mittwoch im Gespräch mit Radio Bremen. Allerdings gebe es auch viele Menschen, die wirklich kämpfen müssten.

"Wenn wir sehen, dass es über fünf Billionen Euro Barvermögen in Deutschland gibt, dann kann man sagen, Geld und materieller Wohlstand sind zu ungleich verteilt", fügte Bedford-Strohm hinzu, der auch bayerischer Landesbischof ist. Auf Wünsche für das neue Jahr angesprochen sagte er, er hoffe, dass sich Auswege aus großen Krisen wie dem Nahost-Konflikt, Terrorismus und dem Leid der weltweit 65 Millionen Flüchtligen finden lassen. In seiner Hoffnung vertraut er einerseits dem Heiligen Geist, sieht aber auch jeden Einzelnen gefordert: "Wir wissen, was wir zu tun haben."