EKD-Synode beschließt straffen Zeitplan für Digitalstrategie

Hand auf Computermaus

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Die EKD-Synode hat einen straffen Zeitplan gesetzt, um eine Digitalstrategie für die Kirche zu erarbeiten.

Die Digitalisierung der Kirche soll konkret werden. Das wünscht sich die EKD-Synode und beschloss, dass schon bis 2018 ein umfassender Strategievorschlag vorliegen soll.

Auf dem Weg zu mehr Digitalisierung in der evangelischen Kirche hat die EKD-Synode einen wegweisenden Beschluss gefasst. Der Rat der EKD wird auf Beschluss der Synode eine Projektgruppe einsetzen, die bis zur Synodentagung 2018 eine umfangreiche "digitale Roadmap" erarbeiten soll. Es ist ein straffer Zeitplan.

Dieser "Strategievorschlag für die Kirche im Digitalen Wandel" soll die verschiedenen Aspekte des Themas "modular aufbereiten". Im Beschluss sind diese Aspekte formuliert: Identifikation von Handlungsfeldern, Einbeziehung von "Anspruchs- und Zielgruppen", bestehende Strukturen und Projekte, Vergleich mit anderen Akteuren, die Frage von Partizipation, das Budget für den Gesamtprozess und der Vorschlag, wie der Prozess fortgeführt werden soll.

Außerdem soll der Vorschlag für die Synodentagung 2018 einen "Strukturvorschlag" enthalten. Darin könne beispielweise die Position eines "Chief Digital Officers" für die EKD beschrieben werden. Rüdiger Sachau aus dem Zukunftsausschuss erläuterte, ob und wie es eine solche Position tatsächlich geben solle, werde aber erst der Prozess zeigen, der jetzt angestoßen ist.

Der Rat der EKD und der Zukunftsausschuss der Synode hatten nach der Einbringung des Themas "Digitalisierung" am Vorabend ihre unterschiedlichen Ideen zu einem Beschlussvorschlag zusammengeführt. In dem Vorschlag, den die Synode noch einmal diskutierte und am Mittwoch beschloss, sind sowohl ein strukturierter Prozess als auch eine koordinierende Stelle für die Erarbeitung der Vorlage bis 2018 aufgenommen. Durch die Diskussionen und durch den Beschluss zieht sich der gemeinsame rote Faden, diesen Digitalisierungsprozess so zu gestalten, dass alle Ebenen der Kirche mitmachen können und wollen.

Zusätzlich zu der Projektgruppe empfiehlt die Synode eine größere Lenkungsgruppe aus Landeskirchen, Diakonie, externen Institutionen und "externer Beratungsexpertise". Im Kirchenamt der EKD soll eine bestehende, aber derzeit unbesetzte Stelle genutzt werden, um eine Person als Koordinator oder Koordinatorin für diesen Prozess zu haben. Auf der Synodentagung im Herbst 2018 will die Synode dann den vollständigen Strategievorschlag beschließen.