Rekowski und Kurschus begrüßen höhere Wahlbeteiligung in NRW

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland

Foto: epd-bild/Stefan Arend

Rekowski und Kurschus begrüßen höhere Wahlbeteiligung in NRW
Präses Manfred Rekowski und Präses Annette Kurschus freuen sich über die hohe Wahlbeteiligung bei der NRW-Landtagswahl 2017, die mit 65,2 Prozent (2012: 59,6 Prozent) deutlich höher als vor fünf Jahren war, und ein Gewinn der Demokratie sei. Sie wünschen den Gewählten Gottes Segen.

Zum Ausgang der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erklärt Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland: "Erfreulich ist die gegenüber der Wahl im Jahr 2012 deutlich höhere Wahlbeteiligung. Sie zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger des Landes sich wieder stärker zu Wort melden und politisch mitgestalten wollen. Diese Entwicklung tut der Demokratie und dem Gemeinwesen gut."

Das Wahlergebnis zeige, dass die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler eine neue Regierungskonstellation unter Führung von Armin Laschet (CDU) und damit zugleich auch eine veränderte Politik mit anderer Schwerpunktsetzung wünsche. Aufgabe der Parteien sei es nun, den Wählerwillen wahrzunehmen und umzusetzen, sagt Rekowski und ergänzt: "Dies gilt für die Regierungsbildung beziehungsweise die Koalitionsverhandlungen. Und dies gilt vor allem für das zukünftige Regierungsprogramm".

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland wünscht sich, wie im Wahlaufruf der evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen formuliert, vor allem eine Sozial-, Bildungs- und Integrationspolitik, die allen ein Leben in Würde mit guter Perspektive ermögliche. "Die 'Alternative für Deutschland', die erstmals in den NRW-Landtag gewählt wurde, wird nun zeigen müssen, ob sich die Partei weiterhin vor allem als Protestbewegung versteht oder ob sie konstruktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens mitarbeiten will. Ich fände es problematisch, wenn diejenigen tonangebend blieben, denen offenkundig mehr an der Spaltung als am Zusammenhalt der Gesellschaft liegt."

Allen, die künftig im nordrhein-westfälischen Landtag in der Regierung und in der Opposition Verantwortung für das Wohlergehen der Menschen an Rhein, Ruhr, Lippe, Sieg und Wupper tragen, wünscht Rekowski Gottes Segen, fröhlichen Mut sowie offene Ohren und Herzen.

Auch Präses Annette Kurschus, Evangelische Kirche von Westfalen, sagt zum Ausgang der Landtagswahl in NRW: "Der neuen Regierung wünsche ich Mut, Kraft und den Segen Gottes für eine Politik, die allen Menschen in Nordrhein-Westfalen ein Leben in Würde mit guter Perspektive ermöglicht. So haben wir es im Wahlaufruf der evangelischen Kirchen gesagt, und ich hoffe, dass sich auch die neue Opposition im Landtag in fairer Auseinandersetzung für dieses Ziel einsetzt. Die höhere Wahlbeteiligung ist ein Gewinn für die Demokratie." Sie verleihe dem Handeln des Parlaments eine solide Grundlage und bedeutet zugleich einen hohen Anspruch für die Gewählten. In diesem Sinne erwarte Kurschuss auch von der "Alternative für Deutschland" eine konstruktive parlamentarische Arbeit.

 

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