Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat zum Beginn des Fastenmonats Ramadan die gemeinsamen Werte von Besinnung und Nächstenliebe für Christen und Muslime betont. Der seltene Gleichklang von christlicher Fastenzeit und Ramadan in diesem Jahr sei "ein besonderes Zeichen der Verbundenheit", erklärte die Hamburger Bischöfin am Mittwoch: "Christinnen und Christen und unsere muslimischen Geschwister gehen in diesen Wochen ganz bewusst den Weg der Selbstprüfung und Versöhnung. Möge diese gemeinsame Zeit des Fastens uns im Glauben stärken und unseren Einsatz für Frieden und Zusammenhalt vertiefen."
Das gemeinsame Fasten sei eine Zeit der inneren Einkehr und der Ausrichtung auf Gottes Wort, fügte Fehrs hinzu: "Es verbindet uns im tiefen Wissen: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Wir brauchen Frieden, Gemeinschaft, Respekt. Räume auch des interreligiösen Gesprächs." In einem Grußwort an die muslimischen Religionsgemeinschaften schreibt Bischöfin Fehrs: "Religiös geprägte Zeiten wie der Ramadan oder die christliche Fastenzeit, die ebenfalls am 18. Februar 2026 beginnt, sind wichtig, damit wir uns unserer spirituellen Wurzeln erinnern und uns öffnen für die Worte Gottes."
"Wir brauchen allen religiösen Sachverstand und alle Glaubenskraft, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen", erklärte Fehrs. Als Beispiele nannte die EKD-Ratsvorsitzende das Streben nach Frieden in der Welt oder die Überwindung scheinbar unüberbrückbarer gesellschaftlicher Gegensätze. Dazu sind nach Fehrs' Worten "hoffende Menschen" nötig, die miteinander im Gespräch bleiben, ihre religiöse Pflicht tun und auf andere zugehen. Seitens der Evangelischen Kirche in Deutschland sende sie den muslimischen Familien und Gemeinden herzliche Grüße und Wünsche für eine friedliche und versöhnliche Zeit.
Für Muslime in Deutschland beginnt am Mittwochabend der Fastenmonat Ramadan. Er endet am 20. März mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr). Die christliche Fastenzeit hat ebenfalls am Mittwoch begonnen und endet am 5. April.


