"Leipziger Disputation" bekommt Erinnerungsort

"Leipziger Disputation" bekommt Erinnerungsort
Der "Leipziger Disputation" von 1519 wird künftig mit einem Erinnerungsort am Neuen Rathaus der Messestadt gedacht. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und der Superintendent des Kirchenbezirks Leipzig, Martin Henker, werden die Gedenktafeln am Donnerstag enthüllen, wie die Stadt am Montag mitteilte.

Der Erinnerungsort zeigt unter anderem die Porträts des Reformators Martin Luther (1483-1546) und des katholischen Theologen Johannes Eck (1486-1543). In einem mehrwöchige Streitgespräch mit Eck hatte Luther die Autorität katholischer Institutionen als höchste Instanzen in Glaubensdingen infrage gestellt. Die "Leipziger Disputation" gilt heute als der Moment der endgültigen Abkehr des Reformators vom Papsttum.

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Anlass für den Erinnerungsort ist nach Angaben der Stadt das 500. Jubiläum der Reformation in diesem Jahr, das die evangelische Kirche noch bis Oktober feiert. Am 31. Oktober 1517 hatte Luther seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der Thesenanschlag in Wittenberg gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.

Die öffentliche Enthüllung des Erinnerungsortes findet am Donnerstag, den 11. Mai, um 17 Uhr am Neuen Rathaus in der Hugo-Licht-Straße in 04109 Leipzig statt.