Gewerkschaften und Kirchen pochen auf Sonntagsruhe

Gewerkschaften und Kirchen pochen auf Sonntagsruhe
Kirchen und Gewerkschaften in Rheinland-Pfalz haben ihr gemeinsames Engagement für den arbeitsfreien Sonntag bekräftigt. Der zur jüdisch-christlichen Tradition gehörende arbeitsfreie Tag erinnere daran, dass die Menschen nicht nur zur Arbeit geschaffen seien und dass ihre Würde nicht an der Leistung hänge, teilten die evangelischen Landeskirchen in Hessen und Nassau, der Pfalz und im Rheinland am Mittwoch mit.

Eine immer weitere Aufweichung der Sonntagsruhe sei für die Beschäftigten unzumutbar, ergänzte Dietmar Muscheid, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Rheinland-Pfalz/Saarland.

"Einen Tag in der Woche können und müssen die Geschäfte geschlossen bleiben", sagte Muscheid anlässlich des 125. Jahrestags des Verbots der Sonntagsarbeit. In den vergangenen Jahren sei die Sonntagsruhe erneut durch die Feiertagsgesetzgebung und die Novellierung der Ladenschlussgesetze in vielen Fällen aufgeweicht worden. Rund elf Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiteten auch an Sonn- und Feiertagen. In gemeinsamen Bündnissen - wie der Allianz für den freien Sonntag - engagieren sich Kirchen und DGB-Gewerkschaften vielerorts gegen eine Ausweitung der Sonntagsarbeit.

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