Weltkirchenrat verlangt Beendung von Aids-Epidemie bis 2030

Am Internationalen Kondom Tag, dem 13. Februar,  werden in Neu Delhi freie Kondome verteilt.

Foto: dpa/Rajat Gupta

Am Internationalen Kondom Tag, dem 13. Februar, werden in Neu Delhi freie Kondome verteilt.

Weltkirchenrat verlangt Beendung von Aids-Epidemie bis 2030
Der Weltkirchenrat hat von den Regierungen mehr finanziellen und politischen Einsatz verlangt, um die Aids-Epidemie bis zum Jahr 2030 zu beenden.

Der anstehende UN-Gipfel im Juni müsse dem Kampf gegen die tödliche Immunschwächekrankheit neuen Schub geben, verlangte der Ökumenische Rat der Kirchen am Dienstag in Genf.

Vertreter des ÖRK wollen sich auf einem Treffen am Mittwoch in New York für die Formulierung einer weitreichenden Erklärung einsetzen, die auf dem Gipfel verabschiedet werden soll. In der Erklärung sollten klar messbare Ziele formuliert werden, die in den nächsten 15 Jahren zu erreichen sind: Keine Infektionen bei Neugeborenen mehr, keine weiteren Todesfälle, ein Ende der Stigmatisierung und Diskriminierung der Infizierten.

Eine unabhängige Stelle müsse überprüfen, ob die Staaten die Ziele ernsthaft verfolgen, verlangte der Weltkirchenrat. Für die Zielerreichung seien sowohl politischer Wille wie auch die Mobilisierung weiterer finanzieller Ressourcen nötig.



Auf dem Aids-Gipfel vom 8. bis 10. Juni in New York sollen sich die UN-Mitgliedsländer auf ein verstärktes Engagement gegen Aids verpflichten. Gemäß den 2015 verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen der UN soll die Krankheit bis 2030 ausgemerzt sein.

Dafür müssen laut UN alle knapp 37 Millionen HIV-Infizierten eine lebensverlängernde Behandlung erhalten. Millionen Menschen, vor allem in armen Ländern, hätten jedoch keinen Zugang zu einer Therapie. Rund zwei Millionen Menschen infizierten sich laut UN 2014 neu mit HIV. 1,2 Millionen Männer, Frauen und Kinder starben 2014 im Zusammenhang mit Aids. Seit 2000 wurden mehr als 25 Millionen Aids-Tote gezählt.

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