Kirchenvorstand – auf den Hund gekommen

Kirchenvorstand – auf den Hund gekommen

Bei uns in Bayern geht eine sechsjährige Ära zu Ende: Am 21. Oktober wählen die evangelischen Christen in Bayern neue Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher. Natürlich gibt es dazu eine Menge Aktionen in allen Gemeinden. Öffentlichkeitsarbeit. Pressemitteilungen. Großflächenplakate. Das ganze Programm. Um die Leute zu motivieren, wählen zu gehen. „Ich glaub. Ich wähl.“ So lautet das Motto.
Und die Werbekampagne macht vor dem Web 2.0 nicht Halt: Eine eigene App, leider nur für's iPhone, lädt dazu ein, in den Kirchengemeinden kleine Videoclips zu drehen, die dann auf der Seite www.kirchenvorstand-bayern.de gezeigt werden – und die sogar einen Publikumspreis gewinnen können.

####LINKS####Manche coole Ideen sind dabei zustandegekommen. Besonders gut finde ich den Spot der Evangelischen Jugend Langenzenn. Stellen Sie sich vor: Die Wahlbeteiligung war so gering, dass ein einziger Kandidat in den Kirchenvorstand gewählt wurde: Der Hund Bobo! Und der setzt natürlich seine eigenen Interessen durch.

Auf einmal gibt es zum Abendmahl nicht mehr Brot und Wein, sondern Hundefutter und Wasser aus Näpfen. Die Lesung aus der Bibel besteht nur noch aus „Wau wau wau“. Die Gemeindeglieder seufzen und stöhnen – aber was hilfts? Sie sind ja nicht wählen gegangen. „Wer nicht wählt, der darf sich nicht beschweren!“ Ach, schauen Sie doch selbst.

weitere Blogs

Eine Wiese mit Krokussen
Gestern war Vollmond - an vielen Orten Deutschlands bot sich ein beeindruckendes Bild, da der Mond in besonderer Größe zu sehen war. „Wurmmond“ wird dieser Mond vor dem Frühlingsanfang astronomisch genannt. Das klingt nicht schön, kommt aber aus indigenen Traditionen: Indigene Menschen stehen in enger Verbundenheit mit der Natur - und so beobachten sie, dass mit diesem Mond die Würmer wieder vermehrt aus der Erde kommen: Neues Leben bricht auf, die harte Zeit des Winters ist vorbei!
Heute Abend beginnt unser jüdisches Purimfest. Dabei feiern wir die Rettung der Juden im antiken Persien vor dem Vernichtungsplan des bösen Ministers Haman. Die mutige jüdische Königin Esther ist dabei eine der wichtigsten Figuren. Und ihr Mut kann uns auch heute noch inspirieren.
Ein Brief an die mächtigen Männer der westlichen Welt.