Starke Frauen

Starke Frauen

Es ist eine Frau, die das erste Lied in der Bibel anstimmt - Miriam, Moses Schwester stimmt es an, ein Siegeslied über das, was Menschen nicht möglich schien aber von Gott möglich gemacht wurde. Kein Mann, sondern eine Frau nimmt da das Tamburin in die Hand und singt von der Befreiung aus der Knechtschaft Ägyptens. Am Weltfrauentag sollte man auch mal einen Blick in die Bibel werfen - denn die Frauen der Bibel sind durchaus starke, interessante Persönlichkeiten.

Nabal ist erzürnt. Wer ist dieser David, der sich da erdreistet von ihm irgend etwas zu fordern? Dieser David ist doch nur einer der unzähligen Strauchdiebe, die Nabal das Leben schwer macht. Mag ja sein, dass Nabals Hirten bisher von Angriffen dieser Räuberbande verschont geblieben ist, aber dafür auch noch was zu verlangen? Pah, da könnte ja jeder kommen. Und so kehren die Boten Davids mit leeren Händen zu ihm zurück - und David ist so zornig, dass er Nabal und seine Männer vom Erdboden vertilgen möchte. Die Geschichte hätte bestimmt auch blutig geendet, wenn nicht Nabals Frau Abigajil - schön und clever - Wind von der Angelegenheit bekommen hätte. Hinter dem Rücken ihres Mannes zahlt sie das, was David fordert. Zehn Tage später wird sie sogar seine Frau. Happy-End also. Nachzulesen im 1. Samuel 25. Mutig, wie sich da eine Frau gegen ihren Mann stellt um Übles zu verhindern.

Für mich eine der stärksten Frauen - und eine mit der schönsten Geschichten überhaupt - ist Rut. Ohne überhaupt zu wissen was sie in der Fremde erwartet geht zu sie zusammen mit Noomi außer Landes. Als Ährenleserinnen erwirtschaften beide gerade das, was sie zum Leben brauchen. Die Geschichte wie Rut schließlich Boas heiratet ist mit so viel Liebe und so viel Feinsinn erzählt, dass man sich fragt warum die Bibel eigentlich immer als langweilig gilt - soviel Ironie und Witz findet man sonst selten im Buch der Bücher.

Und dann hätten wir da auch noch Debora, Richterin und so bedeutend, dass der Kriegsherr Barak ohne sie erst gar nicht in die Schlacht ziehen möchte - und in ihrer Geschichte finden wir dann noch die Jael wieder, die Frau, die ohne zu Zögern den feindlichen Kriegsherrn einen Pflock durch den Kopf jagt nachdem sie ihm in Sicherheit gewogen hat. Zimperliche Weibsbilder? Von wegen. Nachzulesen in Richter 4 - 5.

Sicherlich ist auch bei uns noch nicht alles Gold was glänzt, aber immerhin sind wir in unserer Gesellschaft schon sehr weit...

 

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... auch dann, wenn sie eher misslungen sind (und zum Beispiel Menschen "animalisieren"). Was eher ein Grund wäre, darüber zu streiten als auf sie zu verzichten.