Fensterbilder: Salvatorkirche in Duisburg

Fensterbilder: Salvatorkirche in Duisburg

Alt - nein, alt sind die Kirchenfenster die in Duisburg die Salvatorkirche in der Stadtmitte schmücken nicht. Das merkt man sofort wenn man die Citykirche oder Stadtkirche betritt. Dafür wirken die Bilder viel zu modern. Sie scheinen gar nicht so recht zu dem Bau an sich zu passen, der wohl 1316 begonnen wurde und erst 1415 beendet wurde. Ein Bau ganz nach dem Maßstäben der Gotik, die versuchte das Bild des himmlichen Jerusalems einzufangen - und dank der neuen Erfindung der Querstützen, die einen Teil des Gewichts tragen konnte man auch schöner, größer und vor allem heller bauen - mit größeren Kirchenfenstern, deren Farben durch das Sonnenlicht verstärkt einen geradezu himmlischen Ausblick geben können.

Eine Zeitlang drang sogar etwas zu viel Licht in den Kirchenbau - nach dem zweiten Weltkrieg waren die ursprünglich vorhandenen Fenster zerstört worden. Als Zeichen für einen Neuanfang kam man überein, dass jüdische und christliche Künstler gemeinsam die neuen Kirchenfenster erschaffen sollten. So sind an den Längsseiten der Salvatorkirsche in Duisburg zwei große Motivreihen zu bewundern: "Der Bund Gottes mit dem Volk Israel" und "Der Bund Gottes mit den Menschen in Christus". Ein paar Bildmotive finden sich auf der Homepage der Salvatorkirche. Im ersten Sonntag im Montag findet immer eine kostenlose Führung statt - wer die Kirche auf eigene Faust erkunden möchte, der kann dies von 09:00 bis 17:00 Uhr. Für 5,- Euro gibts zudem noch eine ausführliche Broschüre über die Gestaltung der Fenster und die Künstler.

 

weitere Blogs

Wie Jesus einmal Kakao machte und ganz nebenbei heimlich Frieden stiftete.
Twitter hat seine Webseite neu designt. Einer der häufigsten Wünsche der Nutzer ist aber nicht erfüllt worden: Die Möglichkeit, Tweets nachträglich zu bearbeiten. Es wäre auch keine gute Idee.
Kurzfilme führen ein Schattendasein, seitdem es "abendfüllende" lange Filme gibt – auch im Fernsehen immer noch. Dabei führen längst alle Trends weg vom genormten Programm mit immer gleich langen Sendungen.
Ort des Ideologieverdachts: das Festspielhaus in Bayreuth
Eine unkonventionelle Inszenierung von Wagners Parsifal nimmt Wolfgang Schürger zum Anlass, darüber nachzudenken, wie ideologisch bedingte Konflikte überwunden werden können.
Das war unser Kirchentag 2019
evangelisch.de- und chrismon-Redakteurinnen und Redakteure haben für Euch den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019 besucht. Hier geht es zu unseren multimedialen Impressionen aus fünf aufregenden Tagen.