Die Ausrufezeichen von Peter Frey

Die Ausrufezeichen von Peter Frey

Der ZDF-Chefredakteur kann kein Problem darin erkennen, dass ZDF Privatfernsehen macht und RTL das, wofür das Geld nach Mainz kommt. Bei der SZ ist Plöchinger jetzt CR-Mitglied. Bei der Leipziger Volkszeitung stehen als Digitalstrategie Entlassungen an. Aber wie gewaltig sind die Medien? Susanne Gaschke fordert "Medienkritik". Putin ist in den meisten Veröffentlichungen hierzulande weiterhin nicht zu stoppen. Der ORF geht auf seiner eigenen Party als erster. Christoph Waltz macht einen zufriedenen Eindruck.

Was vom Wochenende übrig bleibt, ist zuerst der Sieg von Conchita Wurst beim ESC. Der wird hier allerdings unten im Korb verhandelt, weil, der Reihe nach, noch soviel über ist von letzter Woche.

So kann nachgemeldet werden, dass Stefan Plöchinger nun "Mitglied der Chefredaktion, digitale Projekte" ist. Plöchingers Twitter-Profil ist das noch nicht zu entnehmen, dort liest man weiterhin: "Chef sz.de. Steht im SZ-Impressum für digitale Dinge. Hier halb SZ, halb privat."

Die Nachricht selbst verkündet Plöchinger mit Understatementüber den "Dank für den Zuspruch". In seinem Stern-Blog hatte Lutz Meier bereits am Donnerstag auf die bevorstehende Sitzung hingewiesen. In dem Text ist von den Kontroversen in der Redaktion die Rede, die in der öffentlich gewordenen Skepsis gegenüber Plöchingers CR-Mitgliedschaft Ausdruck fand:

"Seit fast zwei Jahren brüten elf Arbeitsgruppen im Haus über dem Plan, die digitale Zeitung als Abo-finanziertes Medium neu zu erfinden. Eigentlich sollten diesen Sommer schon Ergebnisse auf dem Tisch liegen, aber bei der SZ verläuft alles noch viel zäher und mühevoller als anderswo. Sogar eine Spezialistin für Coaching von außen haben sie dazugeholt, um die Trennung von Online-Redaktion und Print-Redaktion aufzuheben."

Meier gesteht der SZ auf dem Weg ins Digitale gar eine Vorreiterrolle zu:

"Aber die 'Süddeutsche Zeitung' ist die erste maßgebliche Zeitung in Deutschland, die sich mit ernsthaften Chancen anschickt, ein gleichzeitig leserorientiertes und –finanziertes digitales Medium zu werden. 'Wir wollen nicht Kernmarken über Nebengeschäfte retten', sagte Plöchinger Ende des Jahres, sich von der Strategie, etwa des Springer-Verlags mit der 'Welt' distanzierend. 'Sondern wir wollen für das Kerngeschäft ein Kerngeschäftsmodell.' Und das könne ja nur ein Modell sein, das dem in Print entspricht."

Klingt gut. Ob es klappt? Wenn man den Spiegel von gestern liest, eher so: Zweifel. Da schreibt (S. 140) Martin U. Müller nämlich über "billig gemachte Boulevard-Portale" wie upworthy.com, viralnova.com oder heftig.co, die auf massenhafte virale Verbreitung von originellerem, sensationistisch angeteasertem Content setzen.

"Um zehn Prozent wuchs allein in der vergangenen Woche die Zahl der Fans auf der heftig.co-Fanpage, 300.000-mal wurden die Inhalte auch noch geteilt, empfohlen oder kommentiert – etwa 130-mal so oft wie Beiträge auf der Facebook-Seite der Zeit."

So neu wie der Scheiß tut, ist er allerdings nicht. Das Prinzip der maßlosen Überverkaufe von scheinbar immer neuen Überraschungen kommt Müller bekannt vor:

"Zudem ist das Erfolgsprinzip der Kuriositätenportale auch nicht viel anders als das etablierter Boulevardzeitungen: möglichst überraschende Geschichten ausgraben und mit einer knalligen Titelzeile den Leser anlocken."

Kurz, man versteht, warum etwa das Topf-voll-Gold-Projekt zur Illustrierten-Kritik einen grundsätzlichen Punk von so was wie Medienkritik berührt.

"Medienkritik" nennt die ehemalige Zeit-Journalistin und Kieler Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke den "einzigen Ausweg" – aus der Krise der Medien, um es mal grob zusammenzufassen. Gaschke, die im letzten Jahr als Oberbürgermeisterin unter einigem medialem Getöse zurücktrat, meldet sich seit dem – so weit wir das überblicken – erstmals zu Wort. Und zwar als eine unter acht bei der "Sonntaz-Frage", einem Pro&Contra auf der zweiten Seite des TAZ-Wochenendteils. Understatement again.

Meedia referiert aus Gaschkes Beitrag:

"'Seit es unmodern ist, dass Journalisten weltanschaulich identifizierbar sind, greift eine pseudoneutrale Schiedsrichterei um sich, die für jeden, der ihr ausgeliefert ist, unerträglich wird', schreibt die ehemalige Journalistin in der taz."

Die Frage lautete: "Sind die Medien noch vierte Gewalt?". "Ja" meinen Heribert Prantl, Wibke Bruhns, Jörg Kachelmann und Franz Josef Jung. "Nein" sagen neben Gaschke Bernhard Pörksen, Charlotte Wiedemann und Leser Maximilian Vogelmann. Wobei Kachelmanns Text eigentlich auch unter "Nein" stehen könnte, wenn nicht müsste:

"Heute gibt es eine neue Sorte Journalismus. Talkshows. 'Der amerikanische Präsident übersieht ...' 'Die chinesische Wirtschaft müsste ...' Einerseits, andererseits war gestern. Kommentare überall. Von Journalisten, die so dumm sind wie jeder. Niemand nimmt Narzissten ernst. Diekmann. Leyendecker. Jörges. Markwort. Vierte Gewalt, bald vorbei."

Etwas aus der Reihe tanzt Franz Josef Jungs Beitrag, weil es sich dabei um eine von einem Politikerredenschreib-Alogorithmus verfasste Buchstabengrafik handelt. Die zeichnet sich dadurch aus, dass sie nur Sätze enthält, gegen die niemand was haben kann:

"Entscheidend ist, dass die Pluralität der Meinungen gewahrt bleibt."

Ein rhetorisches Modell, das Schule gemacht hat. Aber dazu weiter unten.

Denn was die Erosionen des Gewaltmonopols betrifft, vermeldete die "Markt und Medien"-Sendung im DLF am Samstag nichts Gutes.

David Goeßmann widmete sich der anhaltenden Eintönigkeit in Sachen Russland-Ukraine-Berichterstattung (bei der es nicht uninteressant ist zu beobachten, dass, wie Daniel Bröckerhoffs Carta-Post von letzter Woche zeigt, das Kabarett plötzlich Funktionen übernimmt wie in den USA oder der DDR)

"Eine grundlegende Kursänderung ist in der deutschen Berichterstattung bisher nicht zu erkennen. Putins "Griff nach der Ukraine" ist weiter Subtext vieler Schlagzeilen und Artikel. Kritische Stimmen zum Vorgehen der ukrainischen Übergangsregierung in der Ostukraine, zur eskalierenden Rolle des Westens und zu den ökonomischen und militärischen Interessen von USA und EU bleiben Mangelware."

Jens Falkowskis "Markt und Medien"-Beitrag schließt dagegen an die im Altpapier am Donnerstag diskutierten Strukturveränderungen an. Nur geht es nicht um Funke, wo sich Ulrich Reitz jetzt mit seinem siebtem Tweet und "im Guten" verabschiedet hat, sondern um Madsack und die Leipziger Volkszeitung:

"Das Blatt hatte in den vergangenen Jahren 20.000 Leser verloren. Seit Oktober soll nun die Vision 'Madsack 2018' für eine erfolgreiche Neuausrichtung des Konzerns sorgen. Doch heute rund acht Monate später kennen weder Mitarbeiter noch LVZ-Betriebsrat Jens Heeg konkrete Pläne zum Konzernumbau. Die Stimmung im Haus ist auf einem Tiefpunkt. Jens Heeg: '.. Die Leute flüchten sich in Zynismus. Leute schalten ab. Also alles Symptome, die man bei einer unklaren Zukunft hat...'"

Klingt wenig gewaltig. Helmut Mauró kommentiert in der SZ vom Samstag im Fall der von WDR3 wegen der "Illoyalität" eines kritischen Artikels in der Zeit als Moderatorin entlassenen Christine Lemke-Matwey (Altpapier vom Freitag).

Der Text setzt am Ende auf Vermittlung:

"Wie der Sender [WDR, um den es CL-M nicht spezifisch gegangen war, AP]sich selbst sieht, teilt er auch mit: 'Gerade in 2014 sind wir besonders aktiv', heißt es in der Erklärung. 'Ob zum Beispiel das große medienpädagogische Dvorak-Experiment für Jugendliche oder die großflächige Übertragung des Eurovision Young Musicians-Wettbewerbs' – 'Der WDR setzt sich nachweislich in hohem Maße für die Hochkultur ein.' Aber sind das nicht genau die Abwehrphrasen, die die Musikjournalistin auf die Palme brachten? Weil diesen Beteuerungen dann doch – beim SWR, beim BR und anderswo – ganz andere Taten folgten?"

Darüberhinaus kann man sich fragen, ob Leiter von öffentlich-rechtlichen Sendern – bei allem Verständnis, dass dauernde Kritik nicht nur die Laune hebt – nicht anders mit Kritik umgehen könnten, gerade weil es öffentlich-rechtliche Sender sind. Dass man also persönlich nicht so leicht getroffen sein kann, weil es doch um das Amt geht, die Institution.

In seiner Kritik der – könnt man sagen – Franz-Josef-Jung-Rhetorik wird Mauró deutlicher als Lemke-Matwey:

"Was die Journalistin aber nicht sagt oder nicht wahrhaben will: Dass diese Nach-68-er zwar Dylan oder Mick Jagger höher bewerten als Mozart oder Beethoven, dass sie dies aber nie zugeben würden. Schon gar nicht, wenn sie in ihrer Eigenschaft als Programmverantwortliche jene Klientel ruhig halten wollen, die man früher ehrfürchtig und heute verächtlich als Bildungsbürger titulierte. Niemals hört man den Satz: Wir finden klassische Musik nicht mehr wichtig, sondern immer nur: Die Zukunft liege im digitalen Jugendfunk, in Online-Portalen, in der jeweiligen Zielgruppenunterhaltung."

Ein Beispiel für solches Reden liefert Stefan Niggemeiers Peter-Frey-Interview in der FAS (Seite 45). Es geht um den – am Donnerstag hier ebenfalls registrierten – Rollentausch bei den Fernsehsendern: Dass in einem sehr konkreten Beispiel (Fast Food) plötzlich deutlich wird, dass das kritische, investigative Fernsehen bei RTL und das Feel-Good-Duell-Verbraucher-Test-Balla-Balla beim ZDF gemacht wird (was auch bei Privatradiomachern auf Kritik stößt). Dabei finanziert sich RTL von Werbekunden, die aus Säuernis über kritische Berichte ihre Buchungen aussetzen könnten.

Und was sagt ZDF-Chefredakteur Frey?

"Ich sage zum 'Team Wallraff': 'Willkommen im Club!' Ich finde es gut, dass ein Unterhaltungssender nun offenbar entdeckt hat, dass Journalismus mit zum Portfolio gehört – und dass man damit sogar erfolgreich sein kann."

Ein Satz, der, mit Verlaub, ziemlich bigott wirkt, weil das ZDF daran ja gar nicht mehr glaubt (ganz unabhängig davon, ob Erfolg für ein gebührenfinanziertes Fernsehen sich nur in Einschaltquoten messen kann). Anders gesagt: Kann man andere gönnerhaft in einem Zusammenhang begrüßen, mit dem man selbst nichts zu tun haben will?

Freys Antworten zeichnet das aus, was Mauró an den Klassik-Verlautbarungen kritisiert: dass drumherum, durch die Blume gesprochen, genauso positiv-gut-drauf formuliert wird, wie der ZDF-Burger-Check daherkommen will. Anstatt wenigstens deutlich zu sagen, dass man gewisse Sachen nicht will – kritischen Journalismus, verwackelte Bilder.

Man muss sich nur einmal den häufigen Ausrufezeichen-Gebrauch von Peter Frey anschauen, um dessen Dilemma zu verstehen: Aussagen, die argumentativ überzeugen, die "einen Punkt machen", brauchen keine Satzzeichen, die Wichtigkeit pimpen. Ausrufezeichen sind das Make-up von Leuten, die den Glauben verloren haben, dass das, was sie sagen, schon attraktiv sein könnte.

Es ist deprimierend zu lesen, wie ein ZDF-Chefredakteur heute sein Verhältnis zu privat finanzierten Sendern beschreibt:

"Vielleicht sind die Kollegen auch besser in der Vermarktung. Davon können wir noch lernen... Und ich finde nicht, dass man den Öffentlich-Rechtlichen vorwerfen sollte, dass sie auch gucken, wie die Konkurrenz sich Erfolge erarbeitet."


Altpapierkorb

+++ In seinem Blog erklärt Niggemeier noch einmal genauer, wie und vor allem mit welcher Musik der vom "Galileo"-Zulieferer produzierte ZDF-Duell-Film gute Laune macht: "Meine Lieblingsstelle ist aber, wenn im Labor die Burger auf propolyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe untersucht werden. Im Hintergrund macht Stevie Wonder besten Party-Funk mit 'I Wish', die Sprecherin sagt gut gelaunt über diese Kohlenwasserstoffe: 'Die schädigen das Erbgut und gelten als krebserregend', und dann setzen die fröhlichen fetten Bläser ein." +++ Interessant sind dort auch die Kommentare des offenbar gut informierten "Brösel" über ZDF-Binnenwahrnehmungen: "Die Sendung ist exakt so, wie Peter Frey sie haben will. Als der erste Markencheck (Aldi vs. Lidl) bei ZDFzeit für gute Quoten sorgte, konnte er sich gar nicht mehr einkriegen und ordnete an, möglichst viel davon aufzulegen. Es gibt genügend gute und auch investigative Themenvorschläge der Redaktion, aber Frey blockiert das alles bzw. lässt blockieren. Seine größte Sorge: diesen Programmplatz an die Himmler-Abteilung zu verlieren, deswegen geht es nur noch um Quote und deswegen wird auch kein Risiko eingegangen. Der Treppenwitz der Geschichte ist, dass sich da Leute auf Quote fixieren, die von Quote keine Ahnung haben und nur irgendwelchen Marktforschern folgen. Ein eigenes Bauchgefühl, etwas mehr Mut sucht man in der ZDF-Chefredaktion derzeit vergebens." +++

+++ Zum ESC: "Österreich bekam überhaupt nur aus fünf Ländern keine Punkte: Polen, San Marino, Armenien, Weißrussland und Georgien. Ansonsten war die Zustimmung überwältigend – in West wie Ost. Aus Aserbaidschan war es zwar nur ein Punkt, von Russland aber bekam die Drag Queen fünf, aus Georgien sogar zehn Punkte", schreibt Peter-Philipp Schmitt in der FAZ. +++ Niggemeier konkretisiert, dass das Bild bei den Zuschauervoten viel einheitlicher aussieht: "Estland ist das einzige Land, in dem sie es bei den Anrufern nicht unter die ersten fünf Plätze schaffte. Es waren die Jurys, deren Urteil die Hälfte des jeweiligen Länder-Votums ausmacht, bei denen der Beitrag weniger gut ankam. Die deutschen Juroren zum Beispiel setzten Österreich nur auf Platz 11 — bei den Anrufern aus Deutschland lag Conchita Wurst auf Platz 1." +++ Guido Tartarotti kritisiert auf kurier.at, wie der ORF eine seine größten Stunden, äh, gestaltete: "So schaffte es der ORF, aus seinem größten Sieg seine größte Peinlichkeit zu machen. Ernsthaft: Das muss man erst einmal schaffen. Jede professionelle Redaktion dieses Landes hatte seit Tagen Vorbereitungen getroffen, für den immer wahrscheinlicher werdenden Fall, dass Conchita Wurst gewinnen würde. Kurz vor Beginn der Show lag sie bei allen relevanten Wettbüros auf Platz eins oder zwei. Nur der ORF hatte keinen Plan B, nicht einmal einen Plan A. Keine Interviews, keine Live-Schaltung, keine Studio-Diskussion mit Experten, nicht einmal die Billigvariante einer Show 'Die besten Contest-Hits'. Einfach: nichts." +++

+++ Toller Text von Wolfgang Michal auf Carta über das E-Book in der Bibliothek, das die Rechteinhaber nur limitiert verliehen haben wollen: "Diese restriktiven Maßnahmen erschweren den öffentlichen Leihbibliotheken den Erwerb und die Ausleihe von E-Books erheblich. Und deshalb gibt es einen harten Verteilungskonflikt, der mit dem Aus der öffentlichen Leihbibliotheken oder ihrer allmählichen Umwandlung in öffentliche Buch-Museen oder Bücher-Flohmärkte enden könnte." +++ "Unsere Mütter, unsere Väter" in England, Gina Thomas berichtet in der FAZ: "Richards Evans, Regius-Professor für Neuere Geschichte in Cambridge und Autor zahlreicher Bücher über die Hitler-Zeit, darunter die dreibändige Studie 'Das Dritte Reich', und David Cesarani waren sich einig, dass schon der Ausgangspunkt der Geschichte höchst unglaubwürdig sei. Diese jungen Deutschen seien unter dem Nationalsozialismus groß geworden, sie wären zu diesem Zeitpunkt schwer indoktriniert gewesen, das mache die Freundschaft mit einem Juden undenkbar, argumentierte Evans. Cesarani bezeichnete sie als absurd." +++

+++ Julia Prosinger im Tagesspiegel sehr hübsch über ihre "Verbotene Liebe"-Addiction, der durch Pilawas "Quizduell" jäh der Stoff entzogen wird: "18 Jahre habe ich schlechten Schauspielern zugeschaut, wie sie behaupteten, die Serie als Sprungbrett zu nutzen und dann doch ewig blieben. 18 Jahre habe ich den peinlichsten Titelsong im deutschen Fernsehen mitgesungen. ... Als 'Verbotene Liebe' spontan doppelte Länge senden musste, zeigte die ARD statt neuer Beziehungskrisen sekundenlang Standbilder der Düsseldorfer Innenstadt: ohne Ton, ohne musikalische Untermalung. ...  Aber das ist doch kein Grund, einfach aufzuhören. Ausgerechnet jetzt, wo Hagen von Lahnstein, der verschollen geglaubte Pferdenarr, bärtig von seiner Zeit auf dieser einsamen Insel zurückkehrt." +++

+++ Kein Fall Heinze im ZDF: "Der Bild am Sonntag zufolge soll Sabine G. dem ZDF unter Pseudonym geschriebene Drehbücher ihres Mannes für die Serie untergejubelt haben. ... Vor der Eheschließung soll Joachim B. noch unter Klarnamen Bücher für die Serie geliefert haben – die drei Drehbücher danach verfasste er laut ZDF unter Pseudonym. Ein Schaden sei dem Sender nicht entstanden", meldet Claudia Fromme in der SZ (Seite 25). +++

+++ Das ist für Christoph Waltz Schnee von gestern. Der strahlt, dass er anderswo seinen Platz gefunden hat. Ein bemerkenswertes Treffen mit Verena Lueken auf dem FAZ-Feuilletonaufmacher (Seite 9): "Heute ist er präsent, wenn Hollywood sich zeigt, bei Partys, Preisverleihungen, Gala-Dinners. 'Ich habe da einen Platz. Den hatte ich hier nicht wirklich. Ich bin integriert in dieser Gemeinschaft sozusagen, ich bin da ein Faktor, der immer in Erwägung gezogen wird. Ich kenne die Menschen dort, die Menschen sind wohlwollend und interessiert. Im Moment; das ändert sich möglicherweise. Aber so in einer Gesellschaft akzeptiert zu sein, ist für den Alltag – gut.' Wenn er in Berlin ist und gerade keinen Film bewerben muss, hat Christoph Waltz Zeit. 'Ich habe auch hier eine Wohnung. Aber nichts zu tun.' Prächtige Voraussetzungen für ein Gespräch, das sich dann vom späten Vormittag in den frühen Nachmittag hinein zieht." +++

Der Altpapierkorb füllt sich morgen wieder.

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