Lilianes Leben mit Depressionen

Pastorin Deborah spricht mit Liliane
Basis:Kirche
Von ihrem Leben mit Depressionen erzählt Liliane (rechts) Pastorin Deborah von der Basis:Kirche.
Liliane (30) hat seit über 15 Jahren Depressionen. Sie war bereits in einer Klinik, hat Antidepressiva ausprobiert und jahrelange Therapie hinter sich. Heute kämpft sie trotzdem noch mit ihren Depressionen, hat aber einen Umgang damit gefunden.

Pastorin Deborah (@debolein auf Instagram) von der Basis:Kirche trifft auf Liliane und möchte mehr über die Krankheit Depression erfahren. Dafür fahren sie gemeinsam wieder in die Klinik, in der Liliane 2019 bereits war. Dort spricht sie über ihren Aufenthalt und ihre Entwicklung. Wieder zu Hause, gibt Liliane euch einen Einblick in ihre Gedanken, die sie täglich mit ihren Depressionen mit sich trägt. Mit diesen Gedanken und Gefühlen ist sie in Deutschland nicht allein.

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Depressionen gehören zu den am meisten unterschätzten Erkrankungen, dabei ist jeder 5. bis 6. Mensch in seinem Leben davon betroffen. Typisch für eine Depression ist eine gedrückte Stimmung und der Verlust von Freude oder Interessen. Symptome wie Antriebsmangel, Appetitstörungen, verminderte Konzentration, Schuldgefühle und Schlafstörungen können hinzukommen. 

Die Schlafprobleme sind oft eine große Belastung bei Menschen mit Depressionen. Sie kommen trotz Müdigkeit nur schwer zur Ruhe. Ihr Stresslevel ist Tag und Nacht hochgeschraubt. Hirnströme zeigen, bei Messungen in einem EEG, dass Erkrankte selbst unter Ruhebedingungen eine erhöhte Wachheit haben und nicht entspannen können. 

Achtsamkeitsübungen und Verhaltenstherapie

Fabienne Führmann ist Psychologische Psychotherapeutin leitende Psychologin der KRH Psychiatrie in Wunstorf, sie rät ihren Patienten und Patientinnen neben der Verhaltenstherapie zu Achtsamkeitsübungen und Verlagerungen der Anspannung über Gegenstände mit sogenannten Skills.

Hilfreich war für Liliane der zehnwöchige Aufenthalt in der Klinik für Psychosomatische Medizin im Henriettenstift Hannover. Liliane hat sich außerdem Hilfe über eine Verhaltenstherapie in Hildesheim geholt und mehrere Jahre Antidepressiva genommen. Sie beschreibt ihre Depressionen "wie eine dunkle Silhouette, die in einem ist". Das Leben erscheint für viele Erkrankte dunkler oder grauer. Dass Depressive ihre Umwelt "grauer" sehen als gesunde Menschen, ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Freiburger ForscherInnen haben herausgefunden, dass depressive Menschen Schwarz-Weiß-Kontraste tatsächlich anders erkennen als Gesunde. Die Netzhaut reagiert deutlich schwächer auf optische Kontraste. 

Die Hauptbehandlungssäulen bei Depressionen sind die kognitive Verhaltenstherapie und Antidepressiva. Wer auf der Suche nach einem Therapieplatz ist, kann sich beim eigenen Hausarzt oder Hausärztin informieren, oder im Internet nach psychologischen Psychotherapeut:innen suchen. Das geht über einen Ärzteführer zum Beispiel der Techniker Krankenkasse, dem iKKclassic oder über die 116117

Bei dringenden Notfällen können Sie sich bei der Deutschen Depressionshilfe unter der 0800 / 11 10 111 melden.

evangelisch.de dankt der Basis:Kirche für die Kooperation. Produziert werden die Videos vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen (ekn), der unter anderem auch Radio-Beiträge für die Privatsender Radio ffn und Antenne erstellt.