Der Predigt-Slam bei evangelisch.de

Ein Mikrofon auf einer Bühne
© Screenshot aus dem Video von Yasemine Figueiredo
Keine Lust auf einen kompletten Gottesdienst oder eine ellenlange Predigt? Hier gibt's einen kurzen geistlichen Impuls zu den Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahres. Inspiriert durch den Wochenspruch, die Lesungs- oder Predigttexte, das Wochenlied oder den Wochenpsalm.

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<p>Mit dem Ewigkeits- oder Totensonntag enden im November die Trauer- und Gedenktage. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag des Kirchenjahrs, bevor mit dem Advent und der Geburt Jesu Christi ein neuer Zyklus beginnt. Im Jahr 2020 fällt der Trauertag auf den 22. November. Der Totensonntag ist vereinfacht gesagt das evangelische Gegenstück zum katholischen Feiertag Allerseelen (2. November). Neben dem Andenken an die Verstorbenen wird in vielen evangelischen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt.</p>

<p>Der Totensonntag ist ein stiller Feiertag, das heißt, er ist durch die Feiertagsgesetzgebung der Bundesländer besonders geschützt. Öffentliche Sport-, Tanz- und Musikveranstaltungen sowie Märkte sind laut diesen Gesetzen am Totensonntag verboten. Damit bleiben auch Weihnachtsmärkte geschlossen, die in diesem Jahr ohnehin wegen der Corona-Pandemie ausfallen.</p>

<p>An dem Gedenktag sollen Menschen Trost finden, wenn im vergangenen Jahr der Verlust eines Angehörigen oder eine Trennung zu beklagen war. In diesem Jahr gewinnt der Tag für die Opfer der Corona-Pandemie und deren Angehörigen eine besondere Bedeutung. Oft können Angehörige die Namen ihrer Verstorbenen in Trauerbücher eintragen, für sie wird dann im Gottesdienst gebetet. Seit einigen Jahren funktioniert das sogar online mit einem Angebot der evangelischen Kirche über die Internetseite "trauernetz.de".</p>

<p>Der preußische König Friedrich Wilhelm III. ordnete 1816 an, jährlich den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertrag zur Erinnerung der Verstorbenen zu begehen. In vielen Landeskirchen setzte sich diese Tradition als Totensonntag durch. In anderen Landeskirchen heißt der Sonntag Ewigkeitssonntag, um damit nicht den Tod ins Zentrum zu stellen, sondern die Auferstehung und das ewige Leben, an das Christen glauben.</p>