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Beziehung und Familie
Hallo Frau Klee,
ich habe gelesen das die evangelische Kirche in manchen Gemeinden homosexuelle Paare segnet bzw. traut. Dass vor dem Gesetz geheiratet werden darf, finde ich persönlich in Ordnung, da es nichts mit Religion zutun hat. Auch die Gleichbehandlung innerhalb der Gesellschaft.
Wenn es wahr ist, dass solche Paare ähnlich wie bei einer Hochzeit innerhalb der Kirche - eine Institution die auf der Heiligen Schrift der Bibel basiert - gesegnet oder gar getraut werden dürfen, finde ich es doch etwas fraglich, da die Bibel es klar ablehnt - egal ob im Alten Bund oder im Neuen.
Ab hier gehe ich davon aus, dass es die Warheit ist: Warum sagen Sie mir, sollte ich (selbstverständlich habe ich auch meine Sünden und bin nicht besser oder urteile über diese Leute) weiter in einer Kirche bleiben, die es wenigstens versuchen sollte bibeltreu zu bleiben? Gott wandelt sich nicht, nur menschengemachte Religionen.
Es soll nicht heißen, dass wir ein Urteil über so etwas abgeben oder diese Menschen ausschließen sollen. Es soll heißen, ob diese Art Modernisierung, die gegen die Schrift spricht, auch wirklich umgesetzt werden sollte? Ich denke deshalb ernsthaft über einen Austritt nach, da es für mich keinen Sinn mehr ergibt. Die Kirche basiert doch lediglich auf der Existenzgrundlage der Bibel. Wieso also nicht versuchen dies auch umzusetzen?
Sehr geehrter Herr Muchlinsky,
ich bin seit vielen Jahren mit meinem Mann verheiratet. Es gab während dieser Zeit sehr schwierige Phasen mit Arbeitslosigkeit meines Mannes und Problemen mit den Kindern (ein Kind ist behindert). In dieser Zeit habe ich mittelschwere bis schwere Depressionen bekommen und habe sie immer noch. Die Krankheit wurde mit Medikamenten behandelt, die meine Libido vollkommen zum Erlöschen brachten (und bringen). Ich habe schon etliche Präparatwechsel gehabt deswegen, teilweise mit schlimmen Nebenwirkungen. Es hat nicht geholfen.
Mein Mann forderte und fordert trotzdem regelmäßig den Sex ein und begründete dies biblisch. Irgendwo stände, ich glaube bei Paulus, dass die Ehepartner "einander nicht vorenthalten sollen". Deshalb sei es meine moralische und christliche Pflicht, mit ihm Sex zu haben - auch wenn mir nicht danach ist.
Ich ließ es also über mich ergehen, denn sonst wurde er auch mal wütend und schrie herum, ich würde meine "ehelichen Pflichten" nicht erfüllen. Der Hinweis auf die Depression und die Medikamente halfen nichts.
Ende 2018 entdeckte ich zufällig, dass er schon fast seit 10 Jahren zu Prostituierten ging. Als ich ihn zur Rede stellte, sagte er, ich hätte ihn "sexuell hängen gelassen", er hätte keine andere Wahl gehabt. Dabei war das gar nicht komplett der Fall.
Ist es wirklich so, dass man "einander nicht vorenthalten" soll, und wenn ja: wie sieht es bei Krankheit aus?
Sieht die Bibel vor, dass ein Mann sich bei Prostituierten "Erleichterung" verschafft, wenn die Frau nicht dazu in der Lage ist?
Vielen Dank
Maria
Hallo,
vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Seit einiger Zeit leide ich unter ständiger Angst, dass mein Partner stirbt. Egal ob durch Krankheit, Unfall oder was auch immer. Man bekommt heutzutage so oft mit, dass Menschen viel zu früh aus den Leben gerissen werden. Ich habe keine Ahnung, woher diese Angst auf einmal kam, denn meinem Freund geht es an sich gut. Vor dem Tod anderer Angehöriger habe ich nicht so viel Angst, da ich weiß, dass es zum Leben dazu gehört.
Ich glaube vollkommen an Gott, ohne Zweifel. Ich kann nur einfach irgendwie nicht verstehen, wieso manche Menschen so früh sterben müssen und habe Angst, dass mich dieser Schicksalsschlag irgendwann einfach betrifft. Vor meinen eigenen Tod habe ich ebenfalls keine große Angst. Es betrifft nur meinen Partner, ohne den ich mir ein Leben nicht vorstellen kann/möchte. Nur ein kurzer Gedanke an diese Vorstellung, und mir schießen direkt Tränen in den Augen.
Vielleicht haben Sie ja eine Ahnung, wie ich mein Denken diesbezüglich wieder besser umlenken kann.
Ich danke Ihnen jetzt schonmal für Ihre Hilfe und allgemein für Ihre Dienste!
Liebe Grüße
Rebecca
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