In vielen Gottesdiensten in den USA werden einer Umfrage zufolge häufig politische und gesellschaftliche Konfliktthemen aufgegriffen. Zwei Drittel der regelmäßigen Gottesdienstbesucher erklärten in einer am Mittwoch (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Erhebung des Forschungsinstituts Pew Research Center, ihr Pastor habe in den vergangenen Monaten mindestens einmal von der Kanzel über ein politisches oder gesellschaftliches Anliegen gesprochen.
Top-Themen seien Abtreibung (35 Prozent), Israel (34 Prozent), Homosexualität (31 Prozent) und Einwanderung (27 Prozent).
Mehrheitlich hätten sich die Predigten zur Abtreibung gegen Schwangerschaftsabbruch gerichtet, beim Thema Israel überwiegend zugunsten Israels positioniert und bei der Homosexualität klar ablehnende Haltungen vertreten. Dagegen seien die Botschaften zur Einwanderung mit deutlicher Mehrheit für eine Politik des Willkommens ausgefallen.
Abtreibung und Homosexualität sind beliebte Themen
Besonders häufig berichteten römisch-katholische Kirchgänger (49 Prozent) und weiße evangelikale Gottesdienstbesucher (43 Prozent), in letzter Zeit Predigten zur Abtreibung gehört zu haben. 42 Prozent der weißen Evangelikalen gaben an, ihre Pastoren hätten über Homosexualität gesprochen. Unter schwarzen Protestanten waren es 30 Prozent, unter Katholiken 16 Prozent und unter nicht-evangelikalen weißen Protestanten 22 Prozent.
Für die Erhebung wurden den Angaben zufolge 1.391 Menschen befragt, die nach eigenen Angaben mindestens ein- oder zweimal im Monat zum Gottesdienst gehen. Die Interviews fanden vom 6. bis 12. April 2026 statt.



