Die Philosophin und Theologin Anna Puzio von der Universität Bern forscht interdisziplinär zu aktuellen Themen der Ethik und Anthropologie. Im Podcast "Ethik Digital" spricht sie mit Rieke Harmsen über die Verbindung von Technologie, Menschenbild und Ethik.
Sie erklärt, was Transhumanismus bedeutet und wie sie dazu steht, dass Menschen die Unsterblichkeit erlangen wollen. "Der Transhumanismus ist eine philosophisch-technologische Bewegung, eine sehr junge Bewegung des späten 20. und 21. Jahrhunderts, die den Menschen durch neue Technologien grundlegend transformieren möchte, bis hin zu Überwindungsfantasien, also bis hin zum Ersetzen durch die Maschine", erklärt Puzio.
Es geht beispielsweise darum, dass jede Krankheit und jedes Leid überwunden werden sollen." Transhumanist:innen würden sich eine extreme Langlebigkeit wünschen, nicht nur 100 Jahre alt werden, sondern Hunderte von Jahren. Das Ziel sei die Unsterblichkeit, so Puzio weiter. Als Philosophin und Theologin habe sie sich intensiv mit dem Menschenverständnis des Transhumanismus auseinandergesetzt.
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"Ich habe nicht nur geschaut, wohin der Transhumanismus eigentlich möchte, also wie sich der Transhumanismus eigentlich den Menschen der Zukunft vorstellt, sondern auch welches Menschenverständnis dem zugrunde liegt." Außerdem ginge es auch aus ethischer Perspektive darum zu schauen, welche normative Grundlagen in den transhumanistischen Argumentationen und Visionen stecken, so Puzio weiter.
Auf die Frage, was mache einen Menschen aus, verweigert die Ethikerin eine Definition, denn das würde den Menschen festlegen. "Wenn man sich mit dem Thema intensiver beschäftigt, dann merkt man, dass alle Merkmale, Charakteristika, die den Menschen auszeichnen könnten, niemals für alle Menschen gelten."
Im Podcast "Ethik Digital" spricht Rieke C. Harmsen mit Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft über digitale Ethik. Gemeinsam werden ethische Positionen ergründet und über Vorstellungen und Werte diskutiert.
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