THW startet Soforthilfe für Erdbebenopfer

Rettungsmaßnahmesuchen in den Trümmern in Harem in Syrien

© Anas Alkharboutli/dpa

Zivilisten und Mitglieder des syrischen Zivilschutzes bei Such- und Rettungsmaßnahmen in den Trümmern eines vom Erdbeben zerstörten Gebäudes.

Unterstützung für die Türkei
THW startet Soforthilfe für Erdbebenopfer
Die Zahl der Erdbebenopfer im türkisch-syrischen Erdbebengebiet steigt weiter. Die internationale Hilfe ist angelaufen. Auch das deutsche THW schickt ein Bergungsteam in die Region.

Nach den schweren Erdbeben in der Grenzregion Syriens und der Türkei hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) der Türkei umfangreiche Hilfe zugesagt. "Wir stehen eng an der Seite der Türkei. Die Hilfen Deutschlands und der EU sind sofort angelaufen. Wir setzen alle Unterstützung in Bewegung, die wir aktivieren können", sagte Faeser der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag).

Laut Faeser werden Hilfslieferungen mit Notstromaggregaten, Zelten und Decken werden zusammengestellt. "Ich habe der Türkei außerdem angeboten, dass das THW Camps mit Notunterkünften und Wasseraufbereitungsanlagen zur Verfügung stellt", sagte Faeser der Zeitung.

Der Präsident des Technischen Hilfwerks (THW), Gerd Friedsam, sagte im ZDF-"Morgenmagazin", ein THW-Team für Bergungseinsätze werde am Dienstagmittag in die Türkei fliegen. Es gehe um die Suche nach Verschütteten, aber auch um Überlebenshilfe für die von dem Beben betroffenen Menschen. Dazu zähle die Versorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Zelten, Decken und Notstromaggregaten. Die Helfer müssten sich zunächst ein Bild von der Lage machen.

Die Bundespolizei stellt laut Faeser eine Hundestaffel und ein medizinisches Unterstützungsteam zusammen. Auch Städte, Feuerwehren und Hilfsorganisationen hätten Unterstützung angeboten, "die wir jetzt eng koordinieren, um mit der Türkei abgestimmt zu handeln und genau so zu helfen, wie es am dringendsten notwendig ist", sagte die Ministerin.

Die beiden schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien haben eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Die Zahl der Toten wächst weiter an. 

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