12.000 Besucher beim Bremer "Christopher Street Day"

"Christopher Street Day" in Bremen 2022

© Sina Schuldt/dpa

Gute Stimmung ist am Samstag, den 27. August, auf einem Wagen, der am Christopher Street Day Bremen durch die Innenstadt zieht.

Für Frieden, Akzeptanz und Vielfalt
12.000 Besucher beim Bremer "Christopher Street Day"
Die Bremer Innenstadt stand am Samstag ganz im Zeichen der Regenbogenflagge: Beim farbenfrohen Protest des "Christopher Street Day" beteiligten sich 12.000 Besucher. Die Fahne wurde auch vor dem Rathaus gehisst.

Rund 12.000 Teilnehmende haben sich Polizeiangaben zufolge am Samstag in Bremen am "Christopher Street Day" (CSD) beteiligt. Die queere Community demonstrierte eigenen Angaben zufolge im Zeichen der Regenbogenflagge für Frieden, Akzeptanz und Vielfalt. Nach einem friedlichen Demo-Zug durch die Innenstadt fand am Nachmittag eine Kundgebung mit 6.000 Teilnehmern vor der Kunsthalle am Wall statt.

"Auch in diesem Jahr ist es Ziel, in Bremen zum CSD möglichst viel Regenbogen zu zeigen und zu sehen - schließlich gilt die Regenbogenflagge weltweit als das Symbol der homosexuellen Bürgerrechtsbewegung und als Zeichen für eine friedliche Welt", heißt es im Aufruf der Organisierenden.

So wurde die Flagge unter anderem am Rathaus aufgezogen. Am CSD beteiligen sich auch viele Gemeinden und Einrichtungen der Bremischen Evangelischen Kirche. "Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes, ungeachtet des kulturellen Backgrounds, der Lebensform oder der Identität", heißt es in einer Erklärung dazu.

Mit Regenbogenfahnen ziehen Menschen beim Christopher Street Day in Bremen durch die Innenstadt. Auf einem Transparent vorne ist der Schriftzug "Für Frieden, Akzeptanz und Vielfalt" zu lesen.

Der "Christopher Street Day" erinnert an den ersten bekannt gewordenen Protest von Homosexuellen gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtteil Manhattan am 28. Juni 1969. Damals wehrten sich Schwule und Transvestiten, die eine Bar in der Straße besuchten, gegen die Drangsalierung durch die Polizei. Mittlerweile werden in vielen deutschen Städten jedes Jahr Paraden gefeiert.

Mehr zu Queer
Kapitänsbinde Aufschrift "One Love"
Ein mutiges Signal hätten sich Kirchenvertreter vom Deutschen Fußball-Bund in Sachen "One Love"-Binde gewünscht. Doch die EKD-Spitze mahnt zur Vorsicht: Auch Deutschland sei bis vor kurzem nicht gerade schwulenfreundlich gewesen.
Regenbogenflagge
Wo Respekt vor der Kultur in Katar gefordert wird, geht es in Wahrheit oft um die Forderung, bei der Verfolgung von Menschen, die gleichgeschlechtlich lieben, wegzusehen. Dieser Euphemismus muss enttarnt und zurückgewiesen werden.