Ökumenischer Gottesdienst für Unfallopfer

Polizisten stehen im Gleisbett des verunglückten Zuges

© Angelika Warmuth/dpa

Polizisten stehen im Gleisbett, wo ein Regionalzug am Freitag, 3.6.2022 entgleist war und Menschen verunglückten und verletzt wurden.

Bahnunglück bei Garmisch
Ökumenischer Gottesdienst für Unfallopfer
Mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst am Samstag (11. Juni) soll an das schwere Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten erinnert werden.

Der Gottesdienst finde um 17 Uhr in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Partenkirchen statt und werde live vom Bayerischen Rundfunk (BR) im Fernsehen und im Internet übertragen, sagte der evangelische Pfarrer Martin Dubberke am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Eingeladen seien Einsatzkräfte und Angehörige sowie alle vom Zugunglück Betroffenen.

Am Gottesdienst sollen der Münchner Erzbischof Reinhard Marx, der Münchner evangelische Regionalbischof Christian Kopp sowie die Ortspfarrer Martin Dubberke und Irene Konrad (beide evangelisch) sowie Andreas Lackermeier teilnehmen.

Teile der Gedenkfeier werden auf Ukrainisch stattfinden, weil unter den Todesopfern auch zwei Ukrainerinnen sind, die mit ihren Kindern vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen sind. "Jeder Tote ist tragisch, aber hier liegt noch einmal eine ganz besondere innere Tragik", sagte Pfarrer Dubberke: "Wenn man dem Tod erst entflieht und ihm dann doch wieder in die Arme läuft."

Bei dem schweren Zugunglück am vergangenen Freitag in Burgrain nahe Garmisch-Partenkirchen sind laut Polizei- und Behördenangaben fünf Menschen gestorben, unter ihnen auch ein Schüler. Mehrere Dutzend Menschen sind verletzt, einige von ihnen schwer.

Der Zug mit insgesamt 140 Fahrgästen war aus bisher noch ungeklärten Gründen um die Mittagszeit entgleist. Viele Schülerinnen und Schüler saßen am letzten Schultag vor den Pfingstferien im Zug. Hunderte Rettungskräfte waren im Einsatz. Am Montagabend hatte es bereits ein gemeinsames Gebet für die Opfer gegeben. 

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