Initiative zum Wiederaufbau der Hamburger Synagoge

Im Zuge der Pogrome des 9. November 1938 wurde die Synagoge von NS-Anhängern verwüstet und schwer beschädigt. 1

©unbekannt/wikipedia

Die Synagoge am Bornplatz in Hamburg aufgenommen von der Beneckestraße im Jahr 1906. Im Zuge der Pogrome des 9. November 1938 wurde die Synagoge von NS-Anhängern verwüstet und schwer beschädigt.

Initiative zum Wiederaufbau der Hamburger Synagoge
In Hamburg ist am Gedenktag zur Reichspogromnacht vom 9. November eine Kampagne unter dem Motto "Nein zu Antisemitismus. Ja zur Bornplatzysynagoge" gestartet worden. Bis zum 27. Januar 2021 sollen Unterschriften von 100.000 Hamburgern für den Wiederaufbau der Synagoge am Bornplatz im Grindelviertel gesammelt werden.

Wie der Senat am Montag mitteilte, soll die neue Synagoge in Gestaltung und Dimension an die zerstörte Bornplatzsynagoge anknüpfen. Die Bürgerschaft will mit dem Neubau die Sichtbarkeit des jüdischen Lebens in Hamburg stärken. Offene Fragen unter anderem zur architektonischen Gestaltung soll vorab eine vom Bund bezuschusste Machbarkeitsstudie klären. Das jüdische Gotteshaus im neoromanischen Stil wurde 1906 fertiggestellt und war die größte Synagoge Norddeutschlands mit Platz für mehr als 1.000 Besucher.

 

Grundriss des Gebäudes auf dem leeren Joseph-Carlebach-Platz zur Erinnerung an die ehemalige Synagoge im Grindelviertel Hamburg.

Im Zuge der Pogrome des 9. November 1938 wurde die Synagoge von NS-Anhängern verwüstet und schwer beschädigt. 1939 ließ die Stadt sie abreißen. Die Kosten musste die Gemeinde tragen und das Grundstück unter Wert verkaufen. Heute erinnert nur der Grundriss des Gebäudes auf dem leeren Platz an die ehemalige Synagoge. Der einstige Bornplatz heißt heute Joseph-Carlebach-Platz nach dem Hamburger Rabbiner Joseph Carlebach (1883-1942).

 

Meldungen

Top Meldung
Predigt schreiben braucht viel Zeit
Einen anderen Umgang mit kirchlichen Ressourcen fordert der evangelische Theologieprofessor Heinzpeter Hempelmann. Der größte Teil der personellen Ressourcen - nämlich die Pfarrer:innen - werde zur Versorgung eines immer kleiner werdenden Teils der Kirchenmitglieder eingesetzt.