Käßmann gegen Beschränkungen bei Teilnehmerzahl für Trauerfeiern

epd-bild/Uwe Lewandowski

Käßmann gegen Beschränkungen bei Teilnehmerzahl für Trauerfeiern
Die Theologin Margot Käßmann will eine erneute Beschränkung der Personenzahl bei Trauerfeiern vermeiden. Sie könne nur dafür plädieren, dass es keine Beschränkungen bei der Zahl der Teilnehmenden bei Trauerfeiern geben sollte, auch wenn die Zahl der Corona-Infektionen nun wieder steige.

In ihrer Kolumne in der "Bild am Sonntag", schrieb Käßmann: "Meine Erfahrung ist, dass eine im besten Sinne gute Beerdigungsfeier den Abschied erleichtert", betonte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Von Beileidsbekundungen am Grab sollte gerade nicht abgesehen werden, weil es guttue, dass Menschen da seien, die einen nicht alleinließen, schrieb Käßmann. "Taufen, Konfirmationen, Trauungen lassen sich nachholen. Eine Beerdigung nicht." Während der ersten Phase mit strengen Kontaktbeschränkungen im Frühjahr hatten stellenweise nicht mehr als zehn Personen an Trauerfeiern teilnehmen können.

Mehr zu Margot Käßmann
 Frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann
In der Kontroverse um die Berufung von Niedersachsens neuer Kultusministerin Julia Hamburg in den Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns bekommt die Grünen-Politikerin Unterstützung von der Theologin Margot Käßmann.
Ditib-Zentralmoschee in Köln
Der Muezzinruf in der Kölner Ditib-Moschee ist für Margot Käßmann ein Zeichen der Toleranz und Religionsfreiheit in Deutschland. Viel zu lange habe die Mehrheitsgesellschaft Muslime ignoriert, schrieb die Theologin in der "Bild am Sonntag".