Bischof Stäblein würdigt Friedhofskultur als Weltkulturerbe

Bischof Stäblein würdigt Friedhofskultur als Weltkulturerbe
Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, hat die Aufnahme der deutschen Friedhofskultur als immaterielles Weltkulturerbe gewürdigt.

"Die Kultur um Sterben, Erinnern und Hoffen macht uns zu Menschen", sagte Stäblein am Samstag in seiner Bischofskolumne im Hörfunksender RBB 88,8. Weiter betonte der Geistliche: "Wo wir uns beerdigen lassen, da haben wir Bleibe und Zukunft."

Weiter verwies Stäblein darauf, dass etwa in Berlin Friedhöfe oft Stadtgeschichte erzählen würden. So zähle zum Beispiel der Dorotheenstädtische Friedhof zu den ältesten und schönsten Friedhöfen der Stadt. "Wer darüber geht, geht durch die Jahrhunderte", sagte der Bischof. Mit Blick auf die Gräber zahlreicher prominenter Persönlichkeiten sagte Stäblein weiter: "Hier kommen sie alle zusammen, lebendig in der Erinnerung." Zeit verschmelze an diesem Ort, "Jahrhunderte verbinden sich, Kulturen wachsen zusammen."

Der Bischof äußerte sich anlässlich des bundesweiten "Tag des Friedhofs" am Sonntag und der Auszeichnung der Friedhofskultur in Deutschland als "Immaterielles Kulturerbe" durch die Kultusministerkonferenz auf Vorschlag der Deutschen Unesco-Kommission. Die Auszeichnung erfolgte bereits im März, konnte aber coronabedingt nicht entsprechend gewürdigt werden, wie es hieß.  

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