Kunst aus geschredderten Geldscheinen

Bilder aus Geldschnipseln

© epd-bild/Enrico Garbelmann

"Cash-Art"-Bild des Hildesheimer Künstlers Enrico Garbelmann (49). Garbelmann fertigt schon seit Jahren Collagen aus Schnipseln von ausgedienten Euro-Noten. Im Zentrum seiner neuen Serie "Unbezahlbar" steht die Zwei-Euro-Münze mit dem Motiv der Hildesheimer Michaeliskirche.

Kunst aus geschredderten Geldscheinen
Münze mit Hildesheimer Michaeliskirche im Zentrum der "Cash-Art" von Enrico Garbelmann
Um die passenden Utensilien für seine Bilder zu finden, fischt Künstler Enrico Garbelmann schon mal eine halbe Stunde mit der Pinzette in den Fetzen geschredderter Geldscheine herum. Für seine "Cash-Art"-Serie klebt er daraus kleine Kunstwerke.

Aus Geld wird Kunst: Mit geschredderten Schnipseln ausgedienter Euro-Noten klebt der Hildesheimer Künstler Garbelmann bunte Collagen. Im Zentrum seiner derzeitigen "Cash-Art"-Serie steht die Zwei-Euro-Münze mit dem Motiv der Hildesheimer Michaeliskirche. Zum Motiv der Weltkulturerbe-Kirche habe er sich Symbole überlegt, die unbezahlbare Werte darstellten, sagt Garbelmann, der schon zur Umstellung auf den Euro alte D-Mark-Schein-Fetzen zu Kunst machte.

So hat er auf einer der Collagen unter der Münze die Hildesheimer Rose mit purpurnen Resten von 500-Euro-Noten abgebildet. Die Legende vom Rosenstock, einer wilden Heckenrose, geht bis in die Gründungsgeschichte des katholischen Bistums um das Jahr 815 zurück. Schriftlich bezeugt ist das Gewächs seit mehr als 400 Jahren. Die Rose gilt als Wahrzeichen des Bistums und der Stadt und ist für den 49-jährigen Künstler so ein Symbol für unbezahlbaren, geschichtlichen Wert. Auch Werte wie "Glück" hat Garbelmann in Form eines Kleeblatts mit dem Grün der 100-Euro-Noten gefertigt.

Garbelmann hat mit der Farbe der 500-Euro-Noten um die Münze herum die Hildesheimer Rose abgebildet. Die Legende vom Rosenstock, einer wilden Heckenrose, geht bis in die Gruendungsgeschichte des katholischen Bistums um das Jahr 815 zurück. Schriftlich bezeugt ist das Gewächs seit mehr als 400 Jahren. Die Rose gilt als Wahrzeichen des Bistums und der Stadt und ist für den 49-jährigen Kuenstler so Symbol für unbezahlbaren, geschichtlichen Wert.

Für einen glitzernden Strahlenkranz rund um die Münze fischt der Künstler schon mal eine halbe Stunde mit einer Pinzette in den Noten-Fetzen, um die silbernen Folienschnipsel dafür zu finden. Künftig wolle er bundesweite Motive in sein Repertoire aufnehmen, sagt er, etwa der Magdeburger Dom oder das Schloss Sanssouci in Brandenburg.

Ein ausgedienter Schein wird laut Garbelmann gewöhnlich in etwa 1.800 bis 2.100 Schnipsel geschreddert. In einem quadratischen Bild, die er in den Größen von zehn, 20 und 30 Zentimetern anfertigt, könnten sich so schon mal geschredderte Banknoten im Geldwert von mehr als 2.500 Euro verstecken, verrät der Künstler. "Der Kaufpreis meiner Werke hängt jeweils von der Aufwendigkeit des Symbols ab, ist aber erschwinglich."

Die Fetzen der Banknoten bekommt Garbelmann über die Bundesbank. "Die wurden schon lange vor der Corona-Zeit geschreddert." Thematisch passend hat er auch den unbezahlbaren Wert der Gesundheit in Form des Äskulapstabs, dem Symbol der Medizin und Heilkunde, abgebildet.

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