Kirchliche Tagungshäuser der EKHN öffnen wieder

Evangelische Tagungshäuser in Hessen öffnen nach Corona wieder

© epd-bild / Thomas Rohnke

Die Betten sind wieder frisch bezogen im Tagungshaus des Martin-Niemöller-Hauses in Schmitten. Auch andere Tagungsstätten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau öffnen nach der Corona-Schließzeit wieder.

Kirchliche Tagungshäuser der EKHN öffnen wieder
Die Tagungshäuser der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) öffnen wieder. Sie hätten wegen der Corona-Pandemie einen wirtschaftlichen Einbruch erlitten, teilte die EKHN-Pressestelle am Montag mit.

Voraussichtlich verzeichneten sie dieses Jahr einen Rückgang der Übernachtungsgäste um rund die Hälfte, hatte die Geschäftsführerin der vier Tagungshäuser, Annette Frenz, bereits in der vergangenen Woche erklärt. Am 17. März hatten die Jugendburg Hohensolms, das Kloster Höchst, das Schloss Herborn und das Martin-Niemöller-Haus in Schmitten ihren Gästebetrieb eingestellt. Insgesamt verfügen sie über eine Kapazität von 400 Betten.

Nun nähmen die Häuser Schritt für Schritt den Betrieb wieder auf, teilte die EKHN-Pressestelle weiter mit. Den Anfang habe das Martin-Niemöller-Haus bereits an diesem Montag (22. Juni) gemacht, am Donnerstag folge die Jugendburg Hohensolms bei Wetzlar. Schließlich öffnen das Schloss in Herborn am 20. Juli und die Jugendbildungsstätte Kloster Höchst im Odenwald am 24. Juli wieder für Gäste. Das zum Stadtdekanat Frankfurt gehörende Spenerhaus in der City der Mainmetropole konnte bereits wieder erste Übernachtungen verbuchen.  "Eigentlich stehen alle schon bereit", hatte Frenz erklärt, aber die jeweilige Öffnung der Häuser richte sich nach den Buchungen. Diese seien noch verhalten, zumal ältere Menschen, die zur Risikogruppe gehören, einen bedeutenden Teil der Gäste ausmachten.

Hoffnung auf lockere Abstandregeln

Am 10. April seien die 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit gegangen. Ein Teil sei an den Arbeitsplatz zurückgekehrt, andere seien noch in Kurzarbeit. Wie lange dieser Zustand anhalte, hänge von der Entwicklung der Buchungen ab. In allen vier Häusern seien Hygienekonzepte umgesetzt worden. Es wurden Plexiglasscheiben installiert, Desinfektionsmittel bereitgestellt, die Bestuhlung verringert und auch Einbahnkonzepte umgesetzt. Diese sollen den Besuchern helfen, auf den Fluren Begegnungen zu vermeiden.

In Hohensolms und Höchst, den Häusern, die überwiegend Jugendliche besuchen, sind nach den Worten von Frenz die Mehrbettzimmer der neuralgische Punkt. Im Martin-Niemöller-Haus und im Schloss Herborn seien es die Tagungsräume. Im großen Tagungsraum im Niemöller-Haus etwa, der eigentlich für 120 Menschen ausreicht, dürfen wegen der Abstandsregeln aktuell nur 25 Menschen zusammenkommen. "Wir hoffen, dass das Land Hessen die Abstandsregeln noch ein wenig lockert", sagte Frenz. Die Betten in allen Häusern zusammen könnten derzeit zu etwa 60 Prozent belegt werden.

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