Diakonie fordert Schutzschirm für Familien

Die Diakonie fordert Ausbau der Kindernotbetreuung oder Freistellung der Eltern.

© epd/Andrea Besser

Die Diakonie fordert bei der Notbetreuung in den Kitas die Betreuung schrittweise auszubauen, wie sie beispielsweise in der Kita der evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Bremen-Findorff stattfindet.

Diakonie fordert Schutzschirm für Familien
Die Diakonie schlägt vor, von Armut bedrohten Familien in der Corona-Krise einen finanziellen Ausgleich zu gewähren. Der sei von Bund und Ländern schnell umsetzbar, meint der Wohlfahrtsverband.

Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets sowie Notfallhilfen, etwa durch Tafeln, seien derzeit reduziert. Außerdem müsse beim Kurzarbeitergeld für Familien der Abstand zum Normalverdienst verringert werden - insbesondere bei Alleinerziehenden, kinderreichen Familien und bei Kindern mit besonderem Förderbedarf - heißt es in einer Presseerklärung des Wohlfahrtsverbandes.

Die Diakonie fordert außerdem, bei der Notbetreuung in den Kitas die familiäre Situation stärker zu berücksichtigen und die Betreuung schrittweise auszubauen. Wenn die Betreuung in einer Kita nicht gesichert werden könne, solle eine bezahlte Freistellung der Eltern gefördert werden.

"Die Unterstützung von Armut bedrohter Familien, Zuschläge für Eltern mit Kurzarbeitergeld und die bestmögliche Gewährleistung von Betreuung sind die dringlichsten Themen für einen Familien-Schutzschirm", sagte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Das vorgeschlagene Familienpaket sei von Bund und Ländern schnell umsetzbar und überfordere die öffentlichen Haushalte nicht. "Weil sich abzeichnet, dass die Krise noch länger andauern wird, brauchen Familien und ihre Kinder mehr denn je unsere Unterstützung", erklärte Loheide.

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