Landeskirche will neues Rettungsschiff mitfinanzieren

Flüchtlingsmädchen wird gerettet durch  "Mission Lifeline" rettungskräfte im Mittelmeer

© epd-bild/Danilo Campailla

Mitarbeiter von deutschen Rettungsschiffs "Mission Lifeline" holten am 22.06.18 im internationalen Gewässer vor der libyschen Küste auch dieses kleine Mädchen in ihr Rettungsschiff.

Immer wieder gibt es Meldungen von im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingen. Die Evangelische Kirche im Rheinland will jetzt die Seenotrettungsorganisation "SOS Méditerranée" bei der Ausrüstung eines neuen Rettungsschiffes unterstützen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland will ein neues Rettungsschiff der Seenotrettungsorganisation "SOS Méditerranée" unterstützen. Über die Höhe der finanziellen Förderung soll die Kirchenleitung noch beraten, wie die rheinische Landessynode am Donnerstag in Bad Neuenahr beschloss. Das Kirchenparlament der mehr als 2,5 Millionen Protestanten zwischen Niederrhein und Saar verurteilte eine Kriminalisierung der Seenotrettung von im Mittelmeer verunglückten Flüchtlingen und forderte außerdem mehr Hilfe für junge unbegleitete Flüchtlinge.

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Sea-Watch - Hoffnung auf dem Mittelmeer
Sea-Watch - Hoffnung auf dem Mittelmeer

Mit ihrem Beschluss übernahm die Landessynode einen Vorschlag der Jugendsynode, die in diesem Jahr erstmals getagt hatte. Junge Leute sollen an der Entscheidung über die finanzielle Förderung des Rettungsschiffs beteiligt werden. Die rheinische Kirche schließt sich nach dem Synodenbeschluss zudem dem internationalen Bündnis "Seebrücke" an, das sich für sichere Fluchtwege nach Europa und eine Entkriminalisierung der Seenotrettung einsetzt.