Jugendsynode fordert Quote und Modelle für mehr Partizipation

Die erste Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr.

© epd-bild/Hans Jürgen Vollrath

Die erste Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) fordert Modelle zur Partizipation junger Menschen in fünf Kirchenkreisen.

Die erste Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland fordert konkrete Schritte zu mehr Beteiligung junger Leute an kirchlichen Entscheidungen und Strukturen.

In fünf Kirchenkreisen sollten dazu Modelle drei Jahre lang erprobt werden, forderten die 110 Synodalen am Sonntag im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr. Zudem solle die Kirchenleitung bei künftigen Beschlüssen die Auswirkungen auf junge Menschen dokumentieren. Die rheinische Jugendsynode gilt als Vorreiter in der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). 

Eine weitere Forderung des Gremiums ist eine Beteiligungsquote von 50 Prozent junger Menschen in jedem Jugendausschuss der 37 rheinischen Kirchenkreise sowie im synodalen Fachausschuss Jugend. Junge Leute sollten auch dann Mitglieder in Ausschüssen sein können, wenn sie nicht die Voraussetzungen für das Presbyteramt erfüllen. Die Kirchenleitung soll überprüfen, ob dafür Anpassungen nötig sind.



In der Landessynode, dem obersten Organ der mehr als 2,5 Millionen Mitglieder zählenden rheinischen Kirche, will die Jugend künftig ebenfalls stärker vertreten sein. Die Landessynode, die am Sonntagnachmittag zu ihrer Jahrestagung zusammenkommen wollte, solle dies ermöglichen, hieß es. Die Kirchenkreise sollten mehr junge Leute in das Kirchenparlament entsenden. Statt des bisherigen Jugendberichts soll der regelmäßige Austausch zwischen Landeskirche und jungen Mitgliedern weiterentwickelt werden.

Mit den Ergebnissen der Jugendsynode beschäftigt sich die unmittelbar im Anschluss tagende Landessynode, die bis kommenden Freitag in Bad Neuenahr berät.