Neuer Leitender Bischof Meister wünscht sich Jugendsynode

Ralf Meister

Foto: epd-bild/Norbert Neetz

Der neue Leitende Bischof der VELKD, Ralf Meister, fordert eine Jugendsynode, die parallel zur Generalsynode tagt. Es könne nicht so schwer sein, die kirchenrechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, sagte Meister am Freitag in Würzburg.

Der neue Leitende Bischof der VELKD, Ralf Meister, fordert eine Jugendsynode, die parallel zur Generalsynode tagt. Es könne nicht so schwer sein, die kirchenrechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, sagte Meister am Freitag in Würzburg.

Der neue Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Ralf Meister, fordert eine Jugendsynode, die parallel zur Generalsynode tagt. Es könne nicht so schwer sein, die kirchenrechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, sagte Meister in der Pressekonferenz am Rand der Generalsynode. Die Generalsynode der VELKD berät noch bis Samstag unter anderem über die Frage, wie man junge Erwachsene stärker einbinden kann. Eine solche Jugendsynode aller lutherischen Landeskirchen in Deutschland könne wichtige Impulse setzen, wie sich die Kirche verändern müsse.

Der hannoversche Landesbischof Meister war am Freitagvormittag zum neuen Leitenden Bischof der VELKD gewählt worden. Er folgt auf Gerhard Ulrich, der als Bischof der Nordkirche im kommenden Jahr in den Ruhestand treten wird.

Ulrich bekräftigte am Freitag noch einmal, wie wichtig es sei, das Profil der lutherischen Kirchen in Deutschland zu stärken - auch in einer Zeit, in der die konfessionelle Bindung immer unwichtiger werde. "Wir sollten nicht zu klein von uns denken. Es ist wichtig, Rechenschaft über den Bedeutungsverlust abzulegen", sagte Ulrich. Aber Bedeutung hänge nicht allein an Zahlen.

Sein Nachfolger Ralf Meister, der am Freitagabend in sein Amt eingeführt wird, nannte das lutherische Bekenntnis ein Gegengewicht "zur Gnadenlosigkeit der Gesellschaft", das dann noch sprachfähig mache, wenn andere schon aufgehört hätten zu reden. Auf die Nachfrage, was das für den Umgang mit Rechtsextremisten und der AfD bedeute, sagte Meister in der Pressekonferenz: Wo die Würde des Menschen berührt werde, brauche es "ganz klare Grenzziehungen". Fest im Bekenntnis zu stehen ermögliche aber, die Haltung von Menschen zu verurteilen, ohne den Menschen zu verurteilen. "Ein commitment zur AfD ist ein Bekenntnis zum Rechtsextremismus", stellte Meister klar. Mit Menschen, die erst in diese Richtung sympathisierten und nach Orientierung suchten, sei dagegen ein Dialog möglich.

Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) tagt vom 8. bis 10. November in Würzburg. Parallel tagt auch die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK). Anschließend tagt die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 11. bis 14. November. Schwerpunkte der Synodentagung werden die Themen Jugend und Kirche, Aufarbeitung von Missbrauch und die Digitalisierung der Kirche sein.

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