EKD und armenische Kirche wollen enger kooperieren

Historisches Kloster in Armenien

Foto: Armen Iskandaryan/stock.adobe

Historisches Kloster in Armenien (Symbolfoto)

Deutschland spricht 2019
EKD und armenische Kirche wollen enger kooperieren
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die altorientalische armenische Kirche wollen enger zusammenarbeiten.

Geplant sei eine verstärkte Kooperation bei der theologischen Ausbildung, im ökumenischen Dialog und im Engagement für die Kirchen im Nahen Osten, teilte die EKD am Dienstag in Hannover mit. Darauf habe sich der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm auf einer Armenienreise mit dem Oberhaupt der armenisch-apostolischen Kirche, Katholikos Karekin II., verständigt.

Bedford-Strohm besucht seit Sonntag und noch bis Mittwoch als erster EKD-Ratsvorsitzende Armenien. Katholikos Karekin II. hatte die Einladung während seines Besuchs in Deutschland im Reformationsjahr 2017 ausgesprochen. Weitere Themen des Treffens waren laut EKD die Anerkennung des Völkermords zwischen 1915 und 1918 im damaligen Osmanischen Reich an den Armeniern durch den Deutschen Bundestag sowie die gemeinsame Verantwortung der Kirchen für verfolgte und bedrängte Christen.



Auf seiner Reise traf Bedford-Strohm auch den armenischen Präsidenten Armen Sarkissjan sowie Ministerpräsident Nikol Pashinjan. Unter anderem hätten sie über die Rolle der Kirchen zur Bewältigung ökologischer, politischer und sozialer Herausforderungen gesprochen, hieß es.

Die armenische Kirche gehört zur Kirchenfamilie der altorientalischen Kirchen und zählt weltweit etwa neun Millionen Mitglieder. Der Sitz des Primas von Deutschland ist Köln. Die EKD führt seit vergangenem Jahr einen theologischen Dialog mit den altorientalischen Kirchen.

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