Huber: Bei Öffnung der Kommunion eine Illusion weniger

 Wolfgang Huber, räumt den katholischen Bischöfen in Deutschland kaum mehr Einfluss auf eine Öffnung der Kommunion für Protestanten ein.

Foto: epd-bild/Rolf Zoellner

Wolfgang Huber, räumt den katholischen Bischöfen in Deutschland kaum mehr Einfluss auf eine Öffnung der Kommunion für Protestanten ein.

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, räumt den katholischen Bischöfen in Deutschland kaum mehr Einfluss auf eine Öffnung der Kommunion für Protestanten ein.

Der Theologe schrieb am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter: "Die Haltung des #Vatikan-s ist eindeutig: #Ökumene gibt es nur zu römischen Bedingungen." Von "versöhnter Verschiedenheit" sei keine Rede, kommentierte Huber die jüngste Reaktion aus dem Vatikan auf den Vorstoß der deutschen katholischen Bischöfe. "Für manche eine Illusion weniger."

Am Montagabend hatte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, ein Schreiben des Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Ladaria, erhalten, wie die Bischofskonferenz mitteilte. Nach dem im Internet kursierenden Brief des Präfekten ist die geplante Handreichung der katholischen deutschen Bischöfe zur Öffnung der Kommunion für protestantische Ehepartner nach Ansicht des Papstes noch nicht reif zur Veröffentlichung.

Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung hatten die katholischen Bischöfe mit Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen, eine pastorale Handreichung für die Teilnahme protestantischer Ehepartner an der Kommunion in Einzelfällen auf den Weg zu bringen. Huber war von 2003 bis 2009 Ratsvorsitzender der EKD. Die EKD wollte sich auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) nicht zu den Entwicklungen in dieser Woche äußern.

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