Donald Trump trifft Papst Franziskus

Donald Trump trifft Papst Franziskus
Donald Trump trifft den Papst, während der Budgetentwurf seiner Regierung bei den Ärmsten und Schwächsten das meiste Geld kürzen will.

US-Präsident Donald Trump wird morgen (Mittwoch) zu einer Audienz bei Papst Franziskus erwartet. Die Begegnung steht im Zeichen von Spannungen zwischen der US-Regierung und dem Vatikan. Für die Visite Trumps zum Auftakt seines ersten Europabesuchs als US-Präsident wurden in Rom extrem hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Am Nachmittag wird Trump zum Nato-Gipfel nach Brüssel weiterreisen.

Die Audienz wurde erst kurz vor der Reise des US-Präsidenten zum G-7-Gipfel in Taormina auf Sizilien (26. bis 27. Mai) geplant. Während des Besuchs in Rom sind auch Gespräche mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella und Ministerpräsident Paolo Gentiloni geplant. Trump wird von seiner Frau Melania und seiner Tochter Ivanka begleitet.

Während Trump auf seiner ersten Auslandsreise unterwegs ist, hat seine Regierung in den USA ihren Haushaltsentwurf vorgestellt. Darin sind umfangreiche Kürzungen bei Sozialprogrammen vorgesehen. Der am Dienstag in Washington dem Kongress übergebene Entwurf für den Haushaltsplan 2018 sieht weniger Mittel für das Krankenversicherungsprogramm für Einkommensschwache Medicaid, die Lebensmittelhilfe und weitere Sozialprogramme vor.

Der Entwurf trage den Titel "Ein neues Fundament für amerikanische Größe", erläuterte der Direktor des Büros für Management und den Haushalt, Mick Mulvaney. Ziel sei ein ausgeglichener Haushalt binnen zehn Jahren. Dafür sollen unter anderem die Ausgaben für Medicaid, das von rund 75 Millionen Menschen genutzt wird, in den nächsten zehn Jahren laut Medienberichten um zwölf Prozent zurückgehen. Im Wahlkampf hatte Trump noch angekündigt, gerade Medicaid nicht kürzen zu wollen.

Der US-amerikanische Kongress wird ersten Reaktionen zufolge den Haushalt so nicht annehmen. Der Entwurf ist eher als politisches Signal aus dem Weißen Haus zu verstehen.

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