Evangelische Akademie stellt sich Kritik zu Reformationsfeiern

Evangelische Akademie stellt sich Kritik zu Reformationsfeiern
Wieso feiern wir das 500-jährige Jubiläum der Reformation als gesamtgesellschaftliches Ereignis? Was feiert die Kirche? Was feiert der Staat? Die Evangelische Akademie Berlin lädt ein, den kritischen Einwänden gegen Reformationsfeiern unter Beteiligung der Bundesrepublik im Gespräch mit EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann auf den Grund zu gehen.

Im Gespräch mit Margot Käßmann, der Reformationsbotschafterin der EKD, will die Evangelische Akademie Berlin am 27. März 2017 kritische Anfragen bezüglich der Feierlichkeiten rund um das Reformationsjubiläum ernst nehmen und diskutieren. Unter anderem steht die staatliche Beteiligung am Reformationsjubiläum in der Kritik. Der 31. Oktober wird im Reformationsjubliäumsjahr 2017 erstmals ein bundesweiter Feiertag sein.

"Die gesellschafts- und kulturpolitische Bedeutung des Reformationsjubiläums 2017, seine nationale und weit darüber hinausreichende internationale Ausstrahlung sind entscheidend für die Bundesregierung, sich neben der EKD und ihren Landeskirchen, den Ländern und vielen Vertretern der Zivilgesellschaft an der Vorbereitung des Jubiläums zu beteiligen", sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann schon 2011. Inzwischen haben Staat und Kirche im Oktober 2016 mit einem Festakt das Jubiläumsjahr eingeläutet.

Weitere Gesprächspartner sind Klaus Lederer, Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa, Frieder Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschland und Erik Flügge, Autor von "Der Jargon der Betroffenheit – wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt". Moderiert wird die Diskussion von Friederike Sittler (rbb). Das Publikum ist eingeladen, sich am Gespräch zu beteiligen.

Das detaillierte Programm ist auf der Homepage der Evangelischen Akademie Berlin zu finden. Die Veranstaltung wird für das Radio aufgezeichnet und am 2. April um 11.05 und 20.05 Uhr auf INFOradio-rbb ausgestrahlt.

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