EKD-Synode berät über Stellungnahme zu Trumps Wahlsieg

EKD-Synode berät über Stellungnahme zu Trumps Wahlsieg
Am Mittwochmorgen hatten die Diskussionen im EKD-Kirchenparlament unter dem Eindruck des Wahlausgangs in den USA gestanden. Die Synodalen berieten über eine mögliche Stellungnahme zum Wahlausgang. Zudem wurde weiter über eine Beschlussvorlage zur Judenmission debattiert.

Am Mittwochnachmittag werde es möglicherweise noch zu einem eigenen Antrag über eine Stellungnahme der EKD-Synode zur Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten kommen, teilte die Synodenpräses der EKD, Irmgard Schwätzer in einer Pressekonferenz mit. Zunächst hatten sich die Kirchenparlamentarier am Mittwochmorgen auf eine Kundgebung zum Thema "So wirst du leben - für ein Europa in Solidarität" geeinigt. Diese Kundgebung setze ein Zeichen, so Irmgard Schwaetzer, das Christen nicht nur in Europa, sondern weltweit, Grenzen zwischen Menschen und Nationen überwinden müssten. Der Ausgang der Wahl in den USA verdeutliche zudem, wie wichtig der in der Kundgebung formulierte Anspruch für ein Miteinander in Nächstenliebe und Vergebung sei.

Zudem diskutiert die EKD-Synode am Mittwochmittag weiter über eine Beschlussvorlage zur Judenmission. Irmgard Schwaetzer sagte, sie sei zuversichtlich, dass es eine breite Zustimmung für einen Beschluss dazu vor Abschluss der viertägigen Synodentagungen geben werde.

Die Synodenpräses gab auch einen Ausblick auf die Tage nach dem 31. Oktober 2017. Sie hoffe, sagte Schwaetzer, dass die evangelische Kirche aus dem Jubiläumsjahr gestärkt hervorgehen werde, aus ihren eigenen Kreisen heraustrete, um mitten in der Gesellschaft Gesprächspartner sein zu können und ihre Gestaltungsspielräume zu nutzen.

 

 

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