Rat der EKD beruft Mitglieder für Beratungsgremien

Die Mitglieder des neuen Rates der EKD nach der Wahl

Foto: Ulrich Hacke, EKD

Die Mitglieder des Rates der EKD nach der Wahl im November 2015 (hinten v.l.: Thomas Rachel, Heinrich Bedford-Strohm, Markus Dröge, Volker Jung, Jacob Joussen, Michael Diener, Dieter Kaufmann; vorn v.l.: Irmgard Schwaetzer, Kerstin Griese, Kirsten Fehrs, Elisabeth Gräb-Schmidt, Annette Kurschus, Stephanie Springer, versteckt: Marlehn Thieme; es fehlt Andreas Barner)

Rat der EKD beruft Mitglieder für Beratungsgremien
Mit der Berufung der Mitglieder der Kammern hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am heutigen Freitag auf seiner Sitzung in Berlin die sieben wichtigsten Beratungsgremien für die bis 2021 andauernde Ratsperiode wiederbesetzt. Insgesamt rund 180 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gehören den neuen EKD-Kammern an.

Auch die Vorsitzenden der jeweiligen Kammern wurden dabei festgelegt: Die Bamberger Pädagogik-Professorin Annette Scheunpflug übernimmt den Vorsitz der Kammer für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, wird Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration und der Wirtschaftswissenschaftler Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, übernimmt den Vorsitz der Kammer für nachhaltige Entwicklung. Zum Vorsitzenden der Kammer für Öffentliche Verantwortung wurde der Münchner Theologieprofessor Reiner Anselm berufen. Das ehemalige Ratsmitglied Edeltraud Glänzer, Stellvertretende Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, wird Vorsitzende der Kammer für soziale Ordnung. Ebenfalls zu Kammervorsitzenden wurden der Berliner Theologieprofessor Christoph Markschies (Kammer für Theologie) und die Oldenburger Theologieprofessorin Ulrike Link-Wieczorek (Kammer für Weltweite Ökumene) berufen.

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Am Holocaust-Gedenktag wird jährlich an die Opfer des NS-Regimes erinnert: Landesbischof Bedford-Strohm kritisierte diesmal Corona-Leugner, die sich mit den ermordeten Juden gleichstellten. Der Bundestag gedachte der Holocaust-Opfer.

Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, brachte angesichts der abgeschlossenen Kammerbildung seine Freude über die Bereitschaft der Berufenen, Zeit und Engagement in die evangelische Kirche einzubringen zum Ausdruck: "Mit ihrer Expertise und den unterschiedlichen Erfahrungen unterstützen die Kammermitglieder nicht nur die Arbeit des Rates, sondern bereichern unsere gesamte Kirche", so der Ratsvorsitzende. "Das Engagement der Ehrenamtlichen ist auch hier der wahre Reichtum unserer Kirche. Es macht schlichte Gremien zu Schatzkammern des Glaubens."

Mit der Neuwahl des Rates waren im November 2015 auch die Beauftragungen der Kammern und Kommissionen ausgelaufen. Die Kammern nehmen im Herbst 2016 ihre Arbeit auf. Gemeinsamer Auftakt der Arbeit wird ein Kammertag sein, an dem auch der Rat der EKD und das Präsidium der Synode der EKD teilnehmen. Der Rat der EKD tagt noch bis Samstag in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin.