Militärbischof Rink: Gewalt nur als äußerste Möglichkeit

Militärbischof Rink: Gewalt nur als äußerste Möglichkeit
Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink warnt vor dem leichtfertigen Einsatz militärischer Gewalt. Im Deutschlandradio Kultur sagte Rink am Sonntagmorgen, Gewalt könne nur "ultima ratio" sein und sei "nur für den Fall, dass alle anderen Formen der Vermittlung und Verständigung versagt haben" zulässig.

Nötig sei die "feste Überzeugung vieler Menschen, Staaten, ja der Vereinten Nationen, dass Krieg als Mittel der Politik ausgedient hat", sagte Rink mit Hinweis auf einige Länder Afrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens.

In Konflikten müssten drei Schritte befolgt werden: Vorsorge, Konfliktbewältigung - zur Not mit Gewalt - und Wiederaufbau. Wenn doch militärische Gewalt eingesetzt werde, müsse das "von der Völkergemeinschaft gemeinsam getragen werden", sagte Rink, der der erste hauptamtliche Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Ein militärischer Engagement könne nötig sein, "um dem Morden ein Ende zu setzen", sagte Rink und verwies auf den Einsatz der Bundeswehr im Norden von Mali. Doch auch dann sei klar: "Dieser Militäreinsatz kann nie Frieden im umfassenden Sinne bringen, sondern bestenfalls eine kleine Atempause." Damit werde Raum geschaffen für Diplomatie, politische Verständigung und Versöhnung.

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