Hamburg bringt Flüchtlinge in Zelten unter

Hamburg bringt Flüchtlinge in Zelten unter
Angesichts rasant gestiegener Flüchtlingszahlen ist in Hamburg eine kurzfristige Unterbringung in Zelten erforderlich. Das kündigte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) am Dienstag an.

Im ersten Halbjahr 2015 habe die Stadt 5.725 Flüchtlinge öffentlich untergebracht. Damit seien bereits fast die Zahlen des gesamten Vorjahres mit 5.985 Flüchtlingen erreicht worden.

Im ersten Halbjahr 2015 wurden zwölf neue Standorte mit insgesamt 3.285 Plätzen in Betrieb genommen. Eine Einrichtung habe um 140 Plätze erweitert werden können. Damit hat Hamburg zurzeit 86 Standorte mit insgesamt 18.819 Plätzen zur Unterbringung von geflüchteten Menschen.

Die Unterbringung der Menschen in Zelten ist nicht ungewöhnlich, wird aber nach Möglichkeit vermieden. Dennoch werden wegen der steigenden Flüchtlingszahlen immer wieder auch Zeltstädte errichtet. So zuletzt etwa in Nordrhein-Westfalen. Dort waren in Linnich im Kreis Düren 200 Menschen betroffen. Die Rede war von einer "kurzfristigen Lösung".

Auch in der bayerischen Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf wurden bereits Zelte errichtet. Im Juni wurden darin vorübergehend rund 40 Flüchtlinge untergebracht.

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